Freitag, 9. September 2011

[INTERVIEW] ... Interview mit Kerstin Pflieger ...

Habe ich Euch ein Interview versprochen? Klar, und deswegen bekommt Ihr es auch :) Vor einigen Wochen durfte ich nämlich eine ganz tolle Jungautorin kennenlernen und mit Ihr über Ihr erstes Buch "Die Alchemie der Unsterblichkeit" reden aber auch über das Schreiben an sich. Meine Rezension zu dem Buch ist übrigens HIER!!

Und bevor ich Euch das Interview zeige, möchte ich unbedingt noch auf den Blog von Kerstin Pflieger hinweisen. KLICK!!! Dort gibt sie nämlich angehenden Autoren Tipps wie man von "einer Idee zur Veröffentlichung" gelangt! Wirklich klasse Beiträge für alle, die selbst schreiben!!!

Hier nun das Interview:

1. Würdest du Dich bitte meinen Lesern kurz vorstellen? Ich gehe zwar davon aus, dass die meisten Leser Dich bereits kennen, aber es kann ja nicht schaden :)

Mein Name ist Kerstin Pflieger und ich bin die Autorin von der „Alchemie der Unsterblichkeit“ und dem „Krähenturm“, der im Dezember 2011 erscheinen wird. Neben dem Schreiben verbringe ich viel Zeit mit meinen Hunden, dem Windsurfen und im Kino. Und da ich es schon in der Schule und während dem Studium schrecklich fand, mich vorzustellen, werde ich es bei diesen wenigen Worten belassen. :P

2. Dein erstes Buch "Die Alchemie der Unsterblichkeit" wurde erst vor kurzem veröffentlicht. Hattest Du bereits Zeit das zu realisieren? Wie fühlt sich das an? Und was für ein Gefühl flammt in Dir auf wenn du in einer Buchhandlung Dein eigenes Werk siehst? (machst du vielleicht auch heimlich Fotos von den Regalen? )

So wirklich realisiert habe ich es noch nicht – das Ganze ist noch sehr unwirklich. Ich glaube, das wird so bleiben, bis mir die erste fremde Person mit meinem Buch in der Hand begegnet. Das Gefühl, mein Buch in der Buchhandlung zu sehen, war unglaublich. Ich hatte mich extra mit einem guten Freund verabredet und bin wie ein kleines Kind vor Freude auf und ab gesprungen. Und natürlich habe ich Fotos gemacht – eines habe ich sogar auf mein Facebook-Profil hochgeladen (so viel zum Thema „heimlich“ ;) ).

3. In deinem Blog schreibst Du, dass Du durch Sleepy Hollow inspiriert wurdest diesen Roman zu schreiben und zwar aufgrund der düsteren Atmosphäre in dem Film. War Dir zu dem Zeitpunkt dann auch bereits klar, was für eine Geschichte Du genau schreiben wolltest? Und wie genau wolltest du / bzw. hast du diese besondere Atmophäre des Films eingefangen?

Was für eine Geschichte es wird, war mir lange nicht bewusst. Ich trug den Wunsch, etwas mit der Atmosphäre von „Sleepy Hollow“ zu schreiben etwa 10 Jahre mit mir herum, bis ich endlich die passende Geschichte gefunden hatte.
Die besondere Atmosphäre liegt für mich zum einen in den optischen Eindrücken, diesen wunderschönen und zugleich schauerlichen Bilder in dem Film. Dies in einem Buch einzufangen, fand ich sehr schwierig. Ich habe es natürlich mit Beschreibungen versucht, aber auch durch zahlreiche skurrile Figuren, denen meine Hauptfigur begegnet.
Die andere Besonderheit liegt für mich in den gruseligen Elementen und den Horroraspekten, ohne dass der Film übermäßig brutal ist. Im Roman habe ich es ebenso gehalten. Die Mordserie ist natürlich grausam und es passieren auch einige wirklich schreckliche Dinge, aber ich habe darauf verzichtet die Figuren durch literweise Blut und Gedärme rennen zu lassen.

4. War "Die Alchemie der Unsterblichkeit" dein erstes Buchprojekt? Hast du Dich auf das Schreiben irgendwie vorbereitet z.B. durch das Lesen von Ratgebern?

Ich schreibe bereits seit meiner Kindheit und es gab vor der „Alchemie der Unsterblichkeit“ bereits unzählige Buchprojekte. Ich bin zudem ein begeisterter Leser von Ratgebern und tausche mich auch gerne mit anderen Autoren über unsere Methoden aus. Natürlich befolge ich nicht alle Tipps dogmatisch, sondern suche mir nur das heraus, was zu meiner Arbeitsweise passt.

5. Du sagst, dass du schon viele Buchprojekte vor "Die Alchemie der Unsterblichkeit" begonnen hast, was ist mit ihnen geschehen? Hast du alle zu Ende gebracht? Und wenn ja, warten Sie nun noch auf einen günstgen Augenblick um veröffentlicht zu werden? Oder möchtest Du sie noch überarbeiten? 

Die alten Projekte lagern in Kisten, Ordnern und auf meinem Laptop – ich schaue sie mir immer noch ab und zu an. Zu Ende geschrieben habe ich die wenigsten von ihnen – als Teenager fehlte mir dazu meistens das Durchhaltevermögen. Einige von den Projekten würde ich gerne irgendwann veröffentlichen, aber nicht bevor sie nicht gründlich überarbeitet wurden.

6. Das ist wohl meine liebste Frage: Wie lief es bei Dir mit der Verlagssuche ab? Hast du dein Manuskript direkt an den Verlag geschickt oder hast du den Weg über eine Agentur genommen? Und wie lang dauerte es vom Einreichen des Manuskripts bis zur Zusage des Verlags und dann nochmal die ganze Bearbeitung bis zur Veröffentlichung? 

Ich habe den Weg über eine Agentur genommen und es hat nur wenige Tage gedauert bis ein Angebot vom Verlag vorlag. Bis zur Veröffentlichung dauerte es dann etwa 18 Monate.

7. Ich habe Dich noch gar nicht nach dem Cover gefragt. Wie gefällt es dir selbst? Und was empfindest du wenn Du es siehst? 

Ich finde das Cover toll und auch sehr passend – ich habe mich sehr gefreut, als ich den ersten Entwurf gesehen habe. Natürlich gefällt ein Cover niemals allen und wenn eines etwas origineller ist, besteht die Gefahr, dass es einen falschen Eindruck vermittelt, aber ich habe viele Mails von Lesern bekommen, die das Cover schön fanden und, was mich besonders freut, die es gleich an einen Tim Burton Film erinnerte.

8. In einem früheren Interview hast du erzählt, dass Du einen Roman schreiben wolltest in dem Vampire vorkommen und zwar nicht Stephenie Meyer´s "Kuschelvampirchen" --> dyabollo gehört übrigens auch zu der Kuschelfraktion ;) Hierbei hattest du die Inspiration aus dem Film "Interview mit einem Vampir" und den Romanen von Anne Rice ( ich gehe stark davon aus, dass du die Chroniken der Vampire meinst!! Ich liebe diese Reihe!!) Hast du dann beim Erschaffen der Protagonisten an bestimmte Vampire von Anne Rice gedacht ?

Nein, ich habe mich bewusst darum bemüht, diese nicht auch noch einzubringen, da der Roman mit seiner Nähe zu „Sleepy Hollow“ sonst zu einer einfachen Mischung fremder Ideen geworden wäre. Ich wollte trotz Allem etwas eigenes erschaffen. Allerdings muss ich zugeben, dass beim Äußeren vom Fürsten von Sohon Marius aus dem Film „Königin der Verdammten“ Pate gestanden hat (wobei der Film ja nur wenig mit den Büchern zu tun hat).

9.  Magst du die Vampire aus Twilight? Was stört Dich an Ihnen? Was findest du gut?

Mich stören die Vampire aus Twilight nicht. Gut, das Glitzern hätte nicht sein müssen, aber ansonsten bin ich Stephenie Meyer dankbar, dass sie die Vampire wieder in Mode gebracht hat. Auch wenn es zuerst nur die Kuschelvampire waren, bekommen nun auch wieder die Bissigen ab und an ihren Auftritt. Zudem finde ich es seltsam, wenn man sich über die Eigenschaften fiktiver Wesen streitet. Solange sich kein echter Vampir bei mir beschwert, dürfen in meinen Augen Schriftsteller mit ihnen machen, was sie wollen. Vor allem wenn man bedenkt, dass bereits Bram Stoker mit seinem Dracula die ursprünglichen Legenden stark abwandelte - eine der alten Vorstellungen vom Vampir war eine erbärmliche Kreatur, die in ihrem Sarg das eigene Leichentuch auffraß und dadurch Leid über die Menschen brachte. Zudem tauchen bereits in „Dracula“ die ersten romantischen Aspekte des Vampirs auf.

10. Deine Geschichte sollte ursprünglich in eine Fantasiewelt spielen, nun spielt sie im Schwarzwald. Warum ausgerechnet dort?

Ich fand es schade, dass die meisten Schauergeschichten in fremden Ländern spielen, obwohl wir hier in Deutschland doch so schöne Legenden, Schlösser und dunkle Wälder haben. Bei meiner Suche nach einem passenden Handlungsort studierte ich Landkarten aus dieser Zeit und entdeckte, dass der Schwarzwald oft nur mit weißen Flecken markiert war und dem Hinweis „Raubritterterritorium“.Das klang natürlich perfekt und da ich nicht weit vom Schwarzwald entfernt lebe, fiel die Entscheidung leicht.

11. Du warst erst vor kurzem beim Surfen in der Westsahara. Von daher gehe ich davon aus dass du gerne reist. In welchem Land (mal abgesehen von Deutschland) würdest Du einen weiteren Roman ansiedeln und warum?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Icherios wird Deutschland (bzw. dem Heiligen Römischen Reich) vorerst treu bleiben und auch in meinem aktuellen Projekt werden es keine fernen Länder sein. Bei mir bestimmt ohnehin die Geschichte den Handlungsort und nicht umgekehrt. Da ich auf meinen Reisen so viele tolle Länder und Kulturen kennengelernt habe, würde es mir schwer fallen, mich zu entscheiden.

12. Kannst du dir vostellen auch in anderen Genres zu schreiben? Wenn, ja in welchen?

Ja, ich lese sehr viele verschiedene Genre und dementsprechend gibt es auch viele Themen, die mich reizen. In der Phantastik kann ich mir jedes Subgenre vorstellen und habe zu den meisten auch bereits eine Idee, die ich gerne irgendwann verwirklichen möchte. Ansonsten würde ich gerne irgendwann einen „richtigen“ Thriller schreiben.

13. Was hast du eigentlich studiert oder was ist dein Beruf? Ich finde es immer wieder spannend zu hören was die Buchautoren vor ihrer Veröffentlichung so alles gemacht haben :)

Ich habe Biologie studiert und neben vielen lustigen Jobs während dem Studium, wie das Fangen von Regenwürmern, arbeite ich jetzt in der biologischen Stechmückenbeämpfung.

14. Was machst du wenn du nicht gerade surfst oder Bücher schreibst?

Ich lese viel, verbringe viel Zeit mit meinen Hunden, treffe mich regelmäßig mit meinen Freunden, gehe ins Kino, koche für Freunde und Familie ...

15. Gehst du auch auf Lesereise und besteht die Möglichkeit deinen Roman signiert zu bekommen? 

Bisher ist keine Lesereise geplant, aber im September findet in Obersulm eine Lesung statt. Über zahlreiche Besucher würde ich mich natürlich freuen. Wer das Buch signiert haben möchte, soll mir einfach eine Mail schicken oder mich über Facebook kontaktieren. Ich gebe dann eine Adresse, an die das Buch mit einem frankierten Rückumschlag gesendet werden kann.
  
Liebe Kerstin, an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für dieses Interview bedanken! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, genau so viel wie auch das Lesen von "Alchemie der Unsterblichkeit" Und nun warte ich sehnsüchtig auf deinen zweiten Roman "Krähenturm"

2 Kommentare:

Schönes Interview! :D Moi, Kerstin ist ja richtig hübsch! Hab noch nichts von den Büchern gehört, glaube ich. Werde jetzt aber "Alchemie der Unsterblichkeit" mal auf die Wunschliste setzen!^^

Liebe Grüße, Debbie

Tolles Interview, hübsche und sympathische Frau und das Buch - weißte ja, fand ich auch supa.

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