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Dienstag, 28. Februar 2012

[BUCH / REZENSION] ... so zerbrechlich wie Glas ...

Ich weiß nicht aus welchem Grund, aber ich habe das Buch bis zum bitteren Ende für den Auftakt einer Trilogie gehalten und habe es daher zunächst ganz anders aufgefasst, als ich es jetzt empfinde, nachdem ich weiß, dass es sich bei diesem Roman um eine abgeschlossene Erzählung handelt. Am liebsten würde ich den Autor anbrüllen und ihn dazu zwingen es weiter zu schreiben. Es kann doch nicht sein, dass es hier endet!!!! Das geht einfach nicht!!! Aber fangen wird doch einfach mal von vorne an: 


Das Mädchen mit den gläsernen Füßen heißt Ida und sie hat wirklich Füße aus Glas. Das klingt zunächst sehr fantastisch - wird aber durch den Erzählstil leicht so hingenommen. Denn das Glas ist nicht immer da gewesen. Nach einem Besuch auf der sonderbaren Insel St. Hauda´s Land entdeckt Ida einen Splitter in ihrem Fuß und obwohl sie alles versucht um ihn heraus zu bekommen, bleibt dieser wo er war und wird nach und nach immer größer. Als Idas Füße zu Glas werden sieht sie keinen anderen Weg als zurück auf diese Insel zu kehren um nach einer Heilmethode zu suchen - doch sie findet etwas völlig anderes: die Liebe. 

Hier noch eine Leseprobe: KLICK!!! 

Mehr möchte ich von dem Inhalt nicht verraten, denn das würde den Lesegenuss dämmen. Was ich jedoch sagen möchte ist: dass es sich hierbei um kein typisches Jugendbuch handelt. Es handelt überhaupt nicht um ein Jugendbuch auch wenn die märchenhafte Insel das zunächst vermuten lässt. Ich würde fast so weit gehen und behaupten, dass alles Fantastische in diesem Roman nur eine Kulisse für die Charaktere darstellt, die allesamt unglaublich verschroben und unglücklich durch ihr Leben gehen. Vielleicht soll diese besondere Insel die Protagonisten nur umso stärker hervorheben, was auch wirklich gelingt. 



In Wahrheit ist dieser Roman viel mehr als die Suche nach einem Heilmittel. Alle Figuren in dem Roman haben eine Gemeinsamkeit - sie alle sind unglücklich verliebt und alle in ihrer Melancholie vereint. St. Hauda´s Land mit seinen Mooren, Nebeln und geheimnisvollen Wäldern verstärkt diese Melancholie nur noch und erfüllt das ganze Buch und die Herzen der Leser bis einem die Tränen in die Augen steigen. 

Es gibt eigentlich kaum einen linearen Handlungsverlauf. Ali Shaw springt ununterbrochen in die Vergangenheit und deckt immer mehr Hintergründe auf. So lernen wir Midas Eltern kennen und verstehen seinen ewigen Kampf gegen den Vater. Denn obwohl dieser nicht mehr da ist, spürt Midas ihn in seinem Inneren und möchte auf keinen Falls so werden wie dieser. Aber ist er nicht schon längt so geworden? 

Oh Mann, wie soll ich all diese facettenreichen Charaktere beschreiben ohne zu viel zu verraten? Vielleicht so: Erwartet von diesem Buch nicht zu viel Spannung, denn hier gehts eher in die Tiefe, in die Abgründe und vor allem geht es hier um das Leben und die Liebe wie sie sind: undurchschaubar, kompliziert und zerbrechlich Glas --- Eine wahre Tragödie. 


Absolut empfehlenswert für alle die gerne gefühlgeladene und authentische Romane lesen. Lasst euch gar nicht erst von den fantastischen Elementen beirren! Ali Shaw wählt einfach einen ganz neuen Weg und erschafft eine durch und durch realistische  Geschichte inmitten einer fantastischen Welt. Mir fehlen die Worte um seinen Stil zu benennen...leider... :/ 

Ich könnte jedoch auch gut nachvollziehen, dass es dem einen oder anderen nicht gefällt weil so manches ungesagt bleibt und es nicht für alles, was in dem Roman geschieht, eine Erklärung gibt. Doch auch das Leben gibt uns nicht immer Antworten auf unsere Fragen...

Und auch das Äußere lässt bei diesem Buch keine Wünsche übrig. Auf dem Cover findet man einige Elemente aus dem Roman wieder und auch wenn mir die grüne Farbe zunächst nicht wirklich gefiel, finde ich sie jetzt nach der Lektüre doch recht passend, denn sie spiegelt meiner Meinung nach die Insel wieder. Eine grüne, feuchte Insel, hinter einem Nebelschleier würde bestimmt genau diese Farbe haben. Das beste ist jedoch der silbern glänzende Buchschnitt!!! 


Handlung          5/5
Charaktere        5/5
Lesespaß          5/5
Sprache           5/5
Preis/Leistung    5/5

Volle 5 Sterne!!! 



PS: Ali Shaw hat bereits ein zweiten vielversprechendes Buch veröffentlicht :) Hier die englische Inhaltsangabe: 

"When Elsa's father is killed in a tornado, all she wants is to escape - from New York, her job, her boyfriend - to somewhere new, anonymous, set apart. For some years she has been haunted by a sight once seen from an aeroplane: a tiny, isolated settlement called Thunderstown. Thunderstown has received many a pilgrim, and young Elsa becomes its latest - drawn to this weather-ravaged backwater, this place rendered otherworldly by the superstitions of its denizens. In Thunderstown, they say, the weather can come to life and when Elsa meets Finn Munro, an outcast living in the mountains above the town, she wonders whether she has witnessed just that. For Finn has an incredible secret: he has a thunderstorm inside of him. Not everyone in town wants happiness for Elsa and Finn. As events turn against them, can they weather the tempest - can they survive at all? The Man Who Rained is a work of lyrical, mercurial magic and imagination, a modern-day fable about the elements of love."


!! Achtung !! "The Man who Rained" erscheint auch auf deutsch! Ebenfalls bei Scirpt5 - leider aber erst im Frühjahr 2013! Macht aber nichts, denn als Leseratten werden wir sicherlich so lange warten können...und wenn nicht, kann man ja das Buch auf Englisch lesen :) 

Mittwoch, 14. Dezember 2011

[BUCH / REZENSION] ... Grimmige Geschichten ...



Leser nimm dich in Acht! Was nun folgt, ist ein Märchen. Ein Märchen?, wirst du vielleicht denken. Märchen sind doch Kinderkram! 
Doch in diesem Märchen hüpfen keine kleinen Mädchen mit roten Kappen fröhlich durch den Wald. 
Was zwischen diesen Seiten auf dich lauert, ist die wahre Geschichte von Hänsel und Gretel - ein Märchen voller dunkler Zauberer, gefährlicher Hexen und todbringender Drachen....

                      Inhalt                    

Normalerweise ist es nicht meine Art die Klapptexte abzuschreiben aber dieser hier gefällt mir sehr gut und passt sehr schön zum Inhalt. Adam Gidwitz hat es sich zur Aufgabe gemacht die wahren Märchen der Gebrüder Grimm endlich wieder aus der Vergessenheit herauszuholen und sie tatsachengetreu nachzuerzählen. So behauptet es der Autor zumindest selbst. Und wahrscheinlich stimmt es auch, denn die meisten Leser - mich eingeschlossen - kennen die Original Märchen gar nicht mehr, da diese im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer mehr verändert und verfälscht wurden. Bereits die zweite Ausgabe von Grimms "Kinder- und Hausmärchen" musste umgeschrieben werden, da sich die Kritik breit machte, die Märchen seien nicht "kindgerecht". Und so wurde zum Beispiel aus der Mutter von Hänsel und Gretel gleich mal die "Stiefmutter", denn was für eine Mutter würde ihre Kinder verstoßen? (vermutlich ging es bei vielen anderen Märchen genau so zu, aus denen wir nur die böse Stiefmutter kennen ;) Auch das Lebkuchenhaus war in Wahrheit gar nicht aus Lebkuchen sondern aus Brot Kuchen und Zucker... 

Nun wisst ihr, dass die heutigen Kindermärchen gar nicht mehr so viel mit den wahren Märchen zu tun haben und das wollte Gidwitz wohl ändern. Um nicht einfach nur Märchen wieder neu zu erzählen, hat er sich der künstlerischen Freiheit bedient und dabei Hänsel und Gretel zu Protagonisten aller Märchen erklärt. Dadurch ist etwas Einzigartiges entstanden. Zum einen erscheinen einem die Märchen auf den ersten Blick sehr vertraut und bekannt, aber die Skrupellosigkeit und Gewalt darin und dann noch Hänsel und Gretel als Protagonisten machen aus den harmlosen Märchen einen Gruselroman für große Kinder und Jugendliche. Doch nicht genug. Zwischendurch sorgt der Autor höchstpersönlich für Spannung, indem er immer wieder nachfragt ob denn die kleinen Kinder bereits im Bett seien. Damit warnt in regelmäßigen Abständen sowohl vor gruseligen und für Kinder doch "brutalen" Stellen und sorgt zugleich für Aufregung unter den Lesern bzw. auch Zuhörern. 

Hier die Leseprobe

                                 Meine Meinung                            

Ich habe das Buch einer 8 - Jährigen vorgelesen und sie hatte doch tatsächlich zum ersten Mal richtig Angst! Unglaublich!!! Monatelang habe ich nach Büchern gesucht, die Mia zum Gruseln bringen und dann habe ich diesen Roman zur Hand genommen weil ich ihn als witzig empfunden habe. Doch was für mich witzig klingt - gerade die Sprüche des Autors - versetzte Mia immer wieder in Gänsehautstimmung. Und doch wollte sie es trotz ihrer anfänglichen Angst weiter lesen bzw. zuhören. Am Ende wird man natürlich mit einem Happy End belohnt, anders wäre das Buch für kleine Kinder nicht zumutbar. Die Altersangabe von 10 - 12 Jahren finde ich gut gewählt, da nicht jedes Kind so viel verträgt wie Mia. Im Notfall kann man das Buch als Erwachsener mitlesen, denn es ist wirklich humorvoll und auch für große geeignet. 

                                     Fazit                                

Gidwitz holt die Original Märchen aus der Verganheit und baut sie zu einem spannenden Roman aus, so dass auch große Kinder und Märchenhasser auf ihre Kosten kommen und das Gruseln lernen! Absolut empfehlenswert!!! 


Handlung          5/5
Charaktere        4/5
Lesespaß          5/5
Sprache           5/5
Preis/Leistung    5/5

4,8 Sterne!!! 







Titel: Eine dunkle & GRIMMige Geschichte
Autorin: Adam Gidwitz
Verlag: ars edition 
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 256
Originaltitel: A Tale Dark & Grimm
ISBN:  
978-3760783666
Empfohlen für: 10 - 12 Jahre 
Preis: [D] 12,95 €
Bei Amazon kaufen: HIER!





Mir wurde das Buch zur Verfügung gestellt von: Blogg Dein Buch


Montag, 17. Oktober 2011

[HINTERGRUND / REZENSION ] ... catching fire ...

Von meiner kombinierten  Lese - Hörmethode habe ich Euch ja bereits erzählt, und auch die Cover der englischen und deutschen Ausgaben verglichen. Nun sollte ich aber auch die limitierte Auflage erwähnen, denn diese ist nun ganz in schwarz gehalten mit goldenen Lettern. Das einzige was an die "normalen" deutschen Bänder erinnert ist die Schrift von 'Panem' und die gleichen Farben der Blätter auf den Buchrücken. Ich finde die weniger auffälligen Ausgabe viel schöner, da schlichter. Sieht nicht so sehr nach "Jugendbuch" aus ;) Außerdem haben die Bücher nun auch einen Schuber bekommen, der genau wie die Bücher schwarz ist und die goldene Schrift trägt. Zum Papier kann ich leider nichts sagen, da ich mich noch nicht getraut habe die Folie zu entfernen ;) ich bin eben eine Sammlerin ....auch zu den Auflagenzahlen schweigt sich der Verlag aus und antwortet auch nicht auf meine Mails. Da kommt leicht der Verdacht auf, dass die "stark limitierte Auflage" nichts weiter als eine Werbemethode ist, und die Bücher so lange gedurckt werden bis die Nachfrage gedeckt ist. Was haltet Ihr davon? Ich werde der Sache aber noch auf den Grund gehen...

Inhalt von Gefährliche Liebe bzw. Catching Fire:
Die siebzehnjährige Katniss hat die grausamen Hungerspiele überlebt, zusammen mit ihrem Freund Peeta. Das bedeutet ein eigenes Haus in ihrem Heimatdistrikt 12, außerdem genug zu essen für ihre Familien. Aber all das kann Kat nur kurz genießen: Sie muss als Siegerin öffentlich für das verhasste Kapitol posieren und weiter mit Peeta das Liebespaar spielen. Auf der Tour der Sieger durch die unterjochten Distrikte werden die beide Zeugen von brutaler Gewalt, aber sie entdecken auch Anzeichen für einen Aufstand. Und dann schlägt das Kapitol mit voller Wucht zu: Um jeden Widerstand zu brechen, werden die Teilnehmer der diesjährigen Hungerspiele aus den Reihen aller früheren Sieger ausgelost – und Kat und Peeta müssen zurück in die Arena. Gegen zweiundzwanzig erfahrene Kämpfer treten sie an, aber mit gegenteiligen Zielen: Während Peeta Kat schützen will, wird Kat diesmal alles tun, damit Peeta überlebt. Allerdings haben sie beide keine Ahnung davon, was inzwischen hinter den Kulissen geschieht ... 
Meine Meinung:
Ich habe dieses Mal absichtlich den Buchinhalt von amazon.de übernommen weil dieser Inhalt irgendwie an mir vorbei gegangen zu sein scheint...ich habe wirklich die ganze Zeit damit gerechnet, dass es in dem zweiten Teil keine Hungerspiele geben wird, zumindest nicht für Katniss und Peeta. Und daher habe ich auch nicht mehr so viel von dem Buch erwartet.
Für mich persönlich war es eine unglaubliche Überraschung zu erfahren, dass die beiden noch einmal antreten müssen und ich denke der Verlag sollte nich unbedingt mit dieser Info so schnell rausrücken, denn für mich hatte dieser Überraschungseffekt sehr viel Positives! Warum wird auch im Klapptext oft schon so viel verraten?
Auf jeden Fall habe ich den Roman nun ganz anders erlebt und war froh darüber diese Gefühlsachterbahn noch einmal fahren zu dürfen. Wieder also die Arena, wieder muss man sich um die beiden Protagonisten sorgen, auch wenn man bereits weiß, dass sie es unbeschadet überleben (denn schließlich gibt es ja noch einen dritten Teil ;) Für mich ist der zweite Roman genau so spannend und gut wie der erste...daher würde ich mich lieber einem ganz anderen Thema widmen:
Hintergrund:
 Viele Rezensenten schreiben, dass sie bei dem Roman an das Buch oder den Film  "Battle Royale" erinnert werden (der übrigens in unserer Videothek bei den Filmen ab 18 steht --> direkt neben den Pornos ;) Da geht es um eine 9. Klasse, auf die statt einer Klassenfahrt ein Ausflug in die Hölle erwartet, denn als die Schüler plötzlich einschlafen und wieder erwachen, befinden sie sich auf einer Insel und tragen Halsbänder mit einem Sprengsatz. Ein Lehrer erklärt Ihnen die Regeln:
1. Man muss seinen Gegenüber töten.
2. Wer nicht tötet, wird getötet, denn am Ende gibt es nur einen Sieger.
3. Es werden Zonen ausgewählt, die für den Rest des Spieles zu verbotenen Zonen werden. Wer eine solche verbotene Zone betritt stirbt durch den Sprengsatz im Halsband.
4. Wer versucht die Insel zu verlassen stirbt durch den Sprengsatz im Halsband
5. Wenn 24 Stunden lang keiner stirbt, sterben alle noch lebenden durch den Sprengsatz im Halsband.
6. Jeder Schüler erhält eine Tasche mit Proviant und einer Waffe.
Klingt doch ähnlich nicht wahr? "Battle Royale" ist aber bereits seit über 10 Jahren auf dem Markt und daher kann man mit Sicherheit sagen, dass Suzanne Collins so etwas wie "Ideenraub" betrieben hat. Ich will es nicht als Plagiatie bezeichnen und möchte auch nicht schlecht über Sie und das Buch urteilen, denn wir alle sind gleich und holen uns die Inspiration von anderen. Selten kommt einer von ganz alleine auf etwas Geniales. Aber die Parallelen sind extrem. Nur, dass Suzanne Collins in ihrem Buch unvergessliche Persönlichkeiten und Liebesgeschichten eingeflochten hat. Und das ist der Punkt! Genau deswegen konnte sie mit ihren Büchern Erfolge feiern. "Battle Royale" mit seiner Gewalt und Brutalität ist zu Beginn beinahe untergegangen. Denn darin geht es nur um das Morden und Überleben, keine bleibenden Charaktere um die mach sich sorgt. Ich denke, nur als Film konnte diese Geschichte überhaupt bestehen - als Horrorfilm!
Aber, das ist noch nicht alles! Denn bei "Battle Royale" gibt es keine Fernsezuschauer, höchstens kurze und knappe Reportagen in der Zeitung. Da interessiert sich keiner für das Gemetzel. Hatte Collins doch eine eigene, geniale Idee? Wohl kaum, denn bereits in den Achzigern kam unter dem Pseudonym "Richard Bachmann" das Buch "Running Man" heraus. Kein geringerer als Stephen King hat es geschrieben. Später wurde der Roman mit Arnold Schwarzenegger verfilmt. Und worum geht es darin?
 
Um ein Spiel, das doch ein wenig an Tribute von Panem erinnert. Der Film und das Buch spielen in einer nicht all zu fernen Zukunft (Im Buch glaube ich das Jahr 2025 im Film  2019) Wie in Panem wird das Volk von einem totalitären Regime beherrscht und die Zuschauer können das Blutige Spiel über den Fernseher verfolgen. Weiter möchte ich mich nicht vertiefen, denn Buch und Film sind ziemlich unterschiedlich aufgebaut und es hätte keinen Sinn beides zu erzählen.
Und warum schreibe ich das alles? Zum einen um zu zeigen, dass die Panem Bücher aus verschiedenen bereits da gewesenen Ideen bestehen und zum Anderen, um den Erwachsenen unter den Lesern ein paar Alternativen aufzuzeigen. Vielleicht habt Ihr ja Lust etwas Ähnliches zu lesen?! Ich habe "Running Man" sehr gemocht und das Buch ist glaube ich grade wieder unter dem Titel "Menschenjagt" erschienen und ist wirklich lesenswert! Da der Film einen ganz anderen Weg nimmt, könnte dieser natürlich auch mal in Betracht gezogen werden :) 
Und nun wieder zurück zu "Catching Fire" oder "Gefährliche Liebe" --> was für ein schrecklicher Titel das doch ist!!! Müsste der so ktischig werden?
Fazit:
Ich habe das Buch wie bereits Teil eins förmlich verschlungen und es genau so toll gefunden. Nur ein paar Kleinigkeiten haben mich hier und da gestört. Wie kann Katniss zum Beispiel so friedliebend sein, und dann ohne mit der Wimper zu zucken töten? Ich hätte Ihr eigentlich mehr zugtraut! Trotzdem bekommt Teil 2 von mir 5 Sterne :) 

Freitag, 5. August 2011

[REZENSION] ... Poison Diaries ...

 
 Vor einigen Wochen lag "Poison Diaries" einfach so in meinem Briefkasten. Ich mag zwar Überraschungen, aber aus irgendeinem Grund fürchte ich mich immer vor unaufgeforderten Leseexemplaren, da ich nicht immer alles lesen möchte was mir zugeschickt wird. Und so war ich bei "Poison Diaries" auch erstmal skeptisch. Das grün-schwarze Cover mit goldenen Lettern sieht schon imposant aber auch ein wenig kitschig aus.
Mein erster Gedanke war "Bitte nicht schon wieder ein Vampirroman" Ich mag Vampire, nein ich habe sie mal gemocht und zwar zu der Zeit als sie sich nicht von egomanen Gören beeindrucken ließen (Ihr wisst sicherlich welche Bücher ich meine;). Ich mochte sie als blutsaugende und gemeine Bestien. Oder aber ein bisschen gefühlvoller wie in "Interview mit einem Vampir" aber trotzdem furchteinflößend.
Nun denn, da die Rückseite nicht viel hergibt habe ich dann den Klapptext gelesen und war doch erstaunt. Ein Buch über Pflanzen? Geht das?
Inhalt:
Der Roman spielt um das Jahr 1800 in England wo Jessamine zusammen mit ihrem Vater in einer verfallenen Kapelle abseits allen Trubels lebt. Ihr Vater ist Botaniker und kennt sich in der Welt der Plfanzen bestens aus. Er weiß welche Wirkung sie auf Menschen haben und übernimmt somit oft die Aufgabe des Arztes. Die meisten Menschen vertrauen ihm weil er weiß wie man Schmerzen lindert und wie man heilt. Er selbst jedoch zweifelt an seinem Können, denn er würde gerne viel mehr wissen, zu mehr in der Lage sein doch seine Forschungen haben nur mäßigen Erfolg.
Und plötzlich kommt Weed in das beschauliche Leben der beiden, er ist schüchtern und redet kaum aber er scheint sich in der Plfanzenwelt um Längen besser auszukennen als jeder andere, doch er möchte sein Geheimnis auf keinen Fall preisgeben...und dann wird auch noch Jessamine totkrank. Ist Weed für ihr Leid verantwortlich?
Mein Meinung:  
Nun, so viel zum Inhalt. Der Plot klingt nicht sehr spektakulär aber es ist doch eine Erfrischung nach all den Vampiren und Werwölfen. "Botanik" möchte man meinen, das langweiligste Thema auf Erden! Und dann kommen diese vielen Giftpflanzen und man staunt nicht schlecht wenn man erfährt wie nur wenige Beeren von Belladonna einen Menschen töten können. Interesse an Rauschmitteln? Gibts auch in dem Buch ;) zwar nur indirekt aber ja, man könnte was draus lernen. Und das ist auch meine Sorge. Nicht dass nach der Lektüre die Jugendlichen plötzlich auf die Wiesen rennen (wobei da teilweise auch der heimische Garten genügt) um sich zu berauschen.
Die Geschichte ist leider doch recht flach. Jessamine lebt abgeschieden ohne den Kontakt zu Menschen und da wirft sie sich gleich auf den ersten, den sie zu Gesicht bekommt. Dieser ist auch noch ein echter Superheld oder etwa doch nicht?
Gestört haben mich sowohl der doch recht gewöhnungsbedürftige Schreibstil als auch die übertriebene Nutzung von blumigen adjektiven und neuerfundenen Verlgeichen wie z.B. "Seine Augen waren so ausdruckslos wie Gras" S. 59 oder "er wirkt zerbrechlich wie ein Weidenschössling". Auch die Wiederholung  über Weeds grüne Augen, jeweils mit einem anderen Adjektiv gepaart hing mir bald zum Hals raus.
An das erstere, die Sprache,  kann man sich jedoch gewöhnen, denn sie erinnert  stark an eine altertümliche Art zu sprechen und zu schreiben, an die Häufung von schwachsinniger Adjektiven eher nicht.
Ich persönlich hatte das Gefühl, dass das Buch sehr gut gedacht war aber zu kurz gekommen ist. Hätte die Autorin die Geschichte stärker ausgebaut, hätte sie den Charakteren mehr Raum zur Entfaltung gegeben und sich auch allgemein mehr auf den Ausbau konzentriert, wäre es ein einzigartiger Roman geworden. Schade, denn mir hat die Idee, die hinter dem Roman steckt, wirklich gut gefallen und ich möchte das Buch trotz der Mängel nicht so schlecht bewerten, denn es beinhaltet doch auch viele sehr gute Ansätze und unvorhersehbare Wendungen.
Der Roman endet übrigens mit einem Cliffhanger. Die englische Beschreibung des zweiten Teils schreckt mich allerdings ein wenig ab:
!!! Achtung Spoiler !!! 
"The Poison Diaries. Our heroine, Jessamine, has lost her faith in the men she loved, and her innocence as well. She turns to the dark side and plots to kill her father, using his own poisons, before becoming an assassin, a poisoner for hire. Can she recover from her heartache and reunite with her true love, Weed?"
!!! Spoiler Ende !!! 
Das klingt nun völlig an den Haaren herbeigezogen! Und so sieht nun mein Fazit aus:
Super Idee, die leider nur dürftig umgesetzt wurde. Man hätte mit dem Thema Botanik und Giftpflanzen sehr viel machen können (schließlich schafft man es ja auch immer wieder mit den gleichen Blutsaugern und Werwölfen ;) Hier scheitert die Autorin ganz klar an dem zu oberflächlichen Inhalt und dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil.
Wer sich jedoch ein wenig über Giftplfanzen informieren möchte nur zu! Die Aussagen im Buch stimmen nämlich, leider fehlt hier aber so eine Art Verzeichnis --> wäre doch nicht schlecht alle Pflanzen auf einen Blick parat zu haben, am besten mit ihrer Wirkung für den Menschen
Allgemein würde ich niemanden von dem Roman abhalten, denn ich fand die Stroy trotz ihrer Knappheit sehr ansprechend und alleine aufgrund der einmaligen Idee über Giftpflanzen zu schreiben, lesenswert.

Thematik          5/5
Handlung         3/5
Charaktere       2/5
Lesespaß         4/5
Sprache           3/5
Ergibt glatte 3,4 Sterne

Notiz: 
ich habe noch nie zuvor so lange an einer Rezension geschrieben. Man merkt auch bei der Sternevergabe wie unentschlossen ich war. Die Thematik fand ich echt klasse, aber die Handlung und die dürftigen Charaktere! Ich habe - und es ist wahr! -  die Rezension 3 Mal geschrieben und sie jedes Mal ruhen lassen um mir diese noch einmal in ein paar Wochen durchlesen zu können, denn ich wollte keinesfalls ein Buch loben, das den Lob gar nicht verdient hat aber zugleich hatte ich schreckliche Angst eine total unfaire und unverdient schlechte Rezi zu posten...nun, nach fast 2 Monaten Wartezeit und Abstand zum Buch ist denke ich eine recht objektive Kritik geschrieben zu haben. Was haltet Ihr von dem Buch? Stehe mit meiner Zerrissenheit etwa alleine da???

Montag, 1. August 2011

[BUCH / REZENSION] ... nach dem Sommer ...


Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: Script5
Seiten: 424
ISBN: 978-3-8390-0108-0 
Preis: 18,90 Euro
Band 2: erscheint im September 2011 unter dem Titel "Ruht das Licht





 Inhalt:
Als Kind wurde Grace von Wölfen angefallen, doch anstatt Angst vor Ihnen zu haben ist sie seitdem von ihnen fasziniert - besonders von einem Wolf, einem mit goldenen Augen, denn er war es, der Grace vor langer, langer Zeit das Leben gerettet hatte.
Als erneut ein Unglück in dem verschlafenen Ort passiert und ein Jugendlicher von Wölfen zwerfleischt wird, beschließt die Gemeinde die Wölfe allesamt zum Abschuss frei zu geben. Grace kann es kaum glauben und gibt ihr bestes diese Jagd aufzuhalten  - und sie schafft es tatsächlich.
Und dann das: Sie entdeckt einen verletzten Jungen nackt vor dem Eingang und sie weiß sofort, dass es IHR Wolf ist. Nach und nach lernt Grace Sam, den Jungen mit den goldenen Augen und seine Geschichte kennen. Sie erfährt alles über Werwöfle und davon, dass Sam nur noch diesen einen Herbst hat...

Meine Meinung: 
Ich bin gerade echt ein wenig zwiegespalten und weiß nicht so recht wie ich das Buch bewerten soll. Einerseits ist der Plot recht flach - Mädchen liebt Wolf und als der Wolf sich als Werwolf und zugleich hübscher Junge erweist, entflammt eine noch größere Liebe zwischen den beiden. Damit es nicht zu langweilig wird, wird noch die eine oder andere Hürde eingebaut  na ja....
 ....aber....
Auf der anderen Seite schafft es Maggie Stiefvater jedoch diese plumpe Geschicht so schön aufzuschreiben, dass man das Buch wirklich gerne liest und gar nicht aus der Hand geben möchte. Man hat zwar kaum Überraschungseffekte und doch ist der Roman spannend und schön...vielleicht ein wenig kitschig aber genau so, wie man das als Mädchen gerne mag :)
Obwohl es sich um eine Trilogie handelt findet dieser Band einen Abschluss und endet nicht wie viele andere Trilogien mit einem Cliffhanger aber gerade bei diesem Buch finde ich es ein wenig schade, denn der Abschluss der Geschichte kommt mir echt zu plötzlich. Lieber hätte ich mich auch im nächsten Teil mit derselben Thematik beschäftigt...das hätte der Autorin ebenfalls mehr Spielraum gegeben. Nun, was solls...
Alles in allem ein gutes Buch, das bereits im September 2011 fortgesetzt wird. Leider finde ich die Inhaltsangabe des zweiten Teils nicht wirklich ansprechend, aber vielleicht wird der Roman ja besser. Schließlich wollte ich lange Zeit auch den ersten Teil gar nicht lesen und fand ihn dann doch unheimlich spannend...


Inhaltsangabe von "Ruht das Licht": 
 
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird …




 Nun aber wieder zurück zum Fazit von "Nach dem Sommer":


Thematik            3/5
Handlung            4/5
Charaktere          4/5
Lesespaß             5/5
Sprache               5/5
Das ergibt 4,2 Sterne !!

"Nach dem Sommer" bietet einem Fantasy Liebhaber eine wundervolle und sanfte Herbstlektüre die die nasskalte Jahreszeit viel erträglicher macht. Der Roman von Maggie Stiefvater  ist wie ein fallendes Blatt im Herbswind: Es tanzt und schaukelt sanft zum Boden und vermag den aufmerksamen Zuschauer auch ganz ohne Magie zu verzaubern. Genau das macht auch die Autorin: Alleine mit ihren Worten verzaubert Maggie Stiefvater ihre Leser und zieht sie in ihren Bann

...übrigens...

Das Cover für Band 3 ist auch schon bekannt. So soll es aussehen aber leider erst im September 2012 erscheinen :/



Montag, 18. Juli 2011

[BUCH / HÖRBUCH] ... Schrecksenmeister ....


Autor: Walter Moers
Verlag: HB HörbucHHamburg / HC PIPER
Seiten: HB 12 CDs / HC 384
ISBN HB: 978-3869090733
ISBN HC: 978-3492049375
Preis HB: 29,99 Euro
Preis HC: 22,90 Euro
Preis TB: 10,95 Euro


In dem neuen Roman von Hildegunst von Mythenmetz - bitte hier nichts durcheinander bringen, denn oft meinen die Leser Walter Moers hätte den "Schrecksenmeister" geschrieben! Nein - Walter Moers hat ihn lediglich aus dem Zamonischen ins Deutsche übersetzt, nicht mehr und nicht weniger!
Nun gut, das hätten wir geklärt...
Inhalt: 
Zu Beginn von "Schrecksenmeister" lernen wir "Sledwaya" kennen, eine Stadt die bereits nach Schnupfen und Krankheit klingt und da wundert es einen fast gar nicht wenn Hildegunst von Mythenmetz diese als den krankesten Ort von ganz Zamonien beschreibt. Die Bewohner von Sledwaya begrüßen sich mit "Ohwehohweh" und verabschieden sich mit "Gute Besserung". Der Geruch von Urin und Krankheit liegt in der Luft und über allem thront ganz oben auf einem Berg das Schloss von "Eißpin dem sehr Schrecklichen". Der Schrecksenmeister kümmert sich drum, dass die Leiden der Stadtbewohner nie versiegen und erfindet Gesetze, die den Schrecksen die Rechte nimmt den Bewohnern von Sledwaya zu helfen.
Und genau diesem Eißpin dem sehr Schrecklichen begegnet die halbverhungerte Kratze Echo. Echo ist wohl das allerletzte Krätzchen von Zamonien und was Echo von anderen Katzen unterscheidet ist nicht das "r" in K(r)atze sondern die Fähigkeit alle Sprachen der Welt zu sprechen. Echo kann nämlich mit jedem Tier kommunizierten und sich eigentlich alles einmal gesagte merken. Doch Eißpin braucht das Krätzchen nicht wegen seiner Gabe sondern nur um das Fett der Kratze auszukochen und schlägt deswegen einen schrecklichen Pakt mit dem halbverhungerten Echo: Einen Monat lang wird sich Eißpin höchstpersönlich um die Kratze kümmern und ihr alle Delikatessen servieren, die sich Echo nur vorstellen kann doch bei Schrecksenmond soll die Kratze dann von Eißpin ausgekocht und verarbeitet werden. Der Vertrag ist grausam und doch unterschreibt Echo ihn. Warum? Weil es dem Krätzchen sinnvoller erscheint einen Monat länger zu leben als in den  nächsten Tagen auf den Straßen von Sledwaya grausam zu verhungern.
Und so beginnt das Abenteuer von Echo, der zunächst einmal ohne  nachzudenken alles in sich hineinschaufelt was Eißpin serviert und erst als er langsam fett wird begreift, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt...
Meine Meinung:
Ich habe "Schrecksenmeister" genau wie "Die Stadt der träumenden Bücher" als Hörbuch gehört - denn diese gibt es als ungekürzte Lesung - und war zunächst ein klein wenig enttäuscht, denn "Schrecksenmeister" wird nun von Andreas Fröhlich gelesen, "Die Stadt der träumenden Bücher" jedoch von Dirk Bach und meiner Meinung nach passt nichts besser zu den Zamonischen Büchern als Dirk Bach! Seine Stimme ist einfach DIE Stimme für Hildegunst von Mythenmetz. Aber was soll ich sagen? Man gewöhnt sich auch an Andreas Fröhlich, denn auch er macht es wirklich gut und kann fast genau so viele Stimmen nachmachen wie Dirk Bach - um ehrlich zu sein ist es völlig ok für den "Schrecksenmeister" denn auch dieser Roman ist kein direkter Nachfolger von "Die Stadt der träumenden Bücher" sondern nur eine Erzählung von Hildegunst von Mythenmetz -> kann also ohne Sorge auch vor allen anderen der Reihe gelesen werden.
Ein wenig traurig bin ich nur weil auch der direkte Nachfolger "Das Labyrinth der träumenden Büchern" auch von Andreas Fröhlich gelesen wird, aber erstens ist es meine persönliche Meinung und zweitens hat es nun gar nichts mit dem Schrecksenmeister zu tun...
...deswegen mache ich einfach mal weiter....
 Wie schon oben erwähnt erzählt dieser Roman eine eigenständige Geschichte ohne die bereits bekannten Personen zu verwenden. Dadurch entsteht ein sehr selbstständiger Eindruck und man vermisst auch nicht unbedingt etwas. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht die Kompaktheit - besser die "Beschränktheit" dieser Erzählung, denn Echo geht kaum in die Welt hinaus. Er erlebt das meisten innerhalb der Schlossmauern und der weiteste Weg führt ihn in den Unkenwald der wohl sogar noch zu der Stadt Sledwaya gehört. Das macht die Erzählung nicht so abentuerlich und fantastisch wie man es aus "Die Stadt der träumenden Büchern" kennt aber keineswegs langweilig.
Man lernt Echo kennen und zugleich lieben, denn dieser ist doch nur eine ganz gewöhnliche K(r)atze und man kommt nicht umhin mit ihm zu leiden und zu kämpfen. Moers - Verzeihung - Mythenmetz hat es drauf und schafft es einen immer wieder zum Lachen zu bringen und zugleich zu fesseln.
Kleine Abstriche macht man da wirklich nur dann wenn man "Die Stadt der träumenden Bücher" kennt. 
Fazit: 

Thematik             4/5
Handlung            5/5
Charaktere          5/5
Hörspaß              4/5
Sprache              5/5


Das ergibt 4,6 Sterne und aufgerundet wiederum 5 ! Ist das nicht toll?

Dienstag, 17. Mai 2011

[BUCH / REZENSION] ... Wir sind die Könige von Colorado ...


Wow! So muss diese Rezension einfach beginnen. Anders kann ich es nicht ausdrücken! Denn ich frage mich ernsthaft wo solche Bücher waren, als ich mich durch meine Schulliteratur geplagt habe? 

Nun, erst einmal zum Inhalt:
Will ist gerade mal 13 als er seinem Vater ein Messer durch die Rippen jagt. Er macht es nicht für sich sondern für seine Mutter, die vom Vater auf brutalste Art und Weise missbraucht wird. Jahrelang hat Will die Schreie, die blauen Flecke und die Vergewaltigungen mit angesehen aber sich nie getraut etwas dagegen zu unternehmen. Bis zu den Augenblick, an dem er fest davon überzeugt ist, dass der betrunkene Vater, wenn er nicht aufgehalten wird, die Mutter tötet. Doch dieser überlebt -  während Will zu zwei Jahren Erziehungsanstalt verurteilt wird. 

Kurz darauf landet Will in Colorado wo er zusammen mit anderen "Gefangenen" wilde Pferde zähmen soll. Bald findet Will Freunde; den belesenen Coop, der nie ohne ein Buch in der Hand unterwegs ist, den kleinen Mickey und den allerbesten Freund überhaupt - Benny. 

Doch die Freunde müssen bald feststellen, dass nicht nur die Pferde gezähmt werden sollen, sondern auch der Wille der Jugendlichen. Dort sind sind sie nicht nur dem pädophilen Aufseher ausgeliefert sondern auch dem sadistischen Mithäftling Silas, dessen Augen den Wahnsinn ausstrahlen und den Jugendlich ganz schön Anst einjagen...

Als dann einige Pferde ausbrechen und die Freunde zusammen mit anderen Jugendlichen - darunter auch Silas -  unter Aufsicht von zwei Aufsehern in die Wildnis aufbrechen, merken sie schon bald dass es ein Ausflug in den Tod werden könnte und sie verstehen -  sollten Sie das Camp jemals heil verlassen, werden sie nie wieder die selben sein! 

Meine Meinung: 
Mich hat schon lange kein Jugendbuch mehr so stark berührt wie die "Könige von Colorado" Der Autor schafft es die Charaktere so lebendig wirken zu lassen, dass man sie sofort lieb gewinnt und für sie betet und mit ihnen trauert! 
Teilweise wollte ich mich mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke verkriechen, teilweise stiegen mir die Tränen in die Augen und ich musste wirklich unterbrechen. Und immer wieder, besonders zum Ende hin habe ich förmlich darum gebetet, dass das Ganze doch noch ein gutes Ende nehmen möge. 

Natürlich habe ich das Buch auch unter dem Aspekt der Schullektüre betrachtet und habe festgestellt, dass es sich doch genau so gut eignet wie der "Herr der Fliegen" - mit dem die "Könige von Colorado" ja auch vielerorts verglichen wird. Ja, dieser Roman ist für mich genau das Richtige um Jugendlichen das Lesen schmackhaft zu machen, natürlich nicht in der 5ten oder 6ten Klasse aber ab Klasse 7 oder 8 ist es völlig ok, schließlich sind die Protagonisten des Romans auch gerade 13 als sie in der Erziehungsanstalt landen. 

Was das Buch noch zu einer guten Schullektüre macht ist die Art wie David E. Hilton die Spannung aufbaut und seine Leser total verwirrt. An Stellen, an denen diese Spannung abflaut baut er einfach einen Satz ein, der einen Blick in die Zukunft erlaubt und somit wieder fesselt. An anderer Stellen, an denen man sich einer Sache sicher ist kommt wieder so ein Zukunfstblick, der  jedoch in eine völlig andere Richtung lenkt. Man wartet plötzlich auf das Allerschlimmste und ist komplett überrascht und wahnsinnig glücklich, wenn das Erwartete doch nicht eintrifft. 


Handlung             5/5
Charaktere          5/5 !!!
Lesespaß            5/5 !!!
Sprache               5/5
Preis/Leistung     5/5

Fazit:
Dieses Buch ist ein Meisterwerk und drängt nach Jahrzehnten "Herr der Fliegen" vom Thron! Unbedingt lesenswert nicht nur für Jugendliche, denn David E. Hilton beherrscht die Erzählkunst wie kaum ein anderer Jungautor! 

Mir genügen hier keine 5 Sterne mehr um meine Begeisterung auszudrücken, deswegen setze ich dem Buch noch eine goldene Krone auf!!! 5 mit Sternchen und Ausrufezeichen! Beziehungsweise ganze 6 Sterne!

Samstag, 26. März 2011

[BUCH / REZENSION] .... Infinity -> finito ...

Ich habe mich lange vor dieser Rezension gedrückt, denn ich weiß leider noch immer nicht was ich von dem Buch halten soll. Der einzige Grund für diese Unsicherheit ist die Aussage des Autors dass es sich bei dem Roman - und ich zitiere "um eine typische Trilogie aus VIER Bänden handeln wird" ;)

Wäre das ein eigenstädiges Buch würde ich einen Stern dafür vergeben und die Sache ruhen lassen, denn die über 600 Seiten sind zwar ausgefüllt mit Text aber inhaltlich irgendwie doch ziemlich leer. Manche Handlungsstränge ziehen sich völlig sinnlos über hunderte von Seiten hinweg ohne irgendwohin zu führen --> zumindest in diesem Band und das ist der Haken. Vielleicht wird ja noch einiges in folgenden Bänden aufgedeckt und zurechgebogen was momentan noch sehr unklar ist - wer weiß.

Doch trotz alledem gibt es noch mehr Kritikpunkte, denn abgesehen davon, dass vieles unklar bleibt, ist es doch so, dass viele Szenen dermaßen in die Länge gezogen worden sind scheinbar aus einem einzigen Grund - um Seiten damit zu füllen. Manchen Gespärche drehen sich bis zu 100 Seiten lang im Kreis, es wird immer wieder dasselbe wiederholt aber nicht geschieht. Oft sind die Szenen unpassend kitschig und in solchem Momenten romanisch, in denen die Romantik eigentlich nichts verloren hat. Manche Personen scheinen nur dazu kreiert worden zu sein um den Leser zu belüstigen, jedoch auf eine so platte Weise, dass einem das Lachen nach wenigen Seiten vergeht.

Auch strotzt das Buch nur so vor Fehlern. Ich möchte hier keine Grammatikfehler aufschreiben aber manche Aussagen waren schon sehr nervig und es würde mich ( als Lehrerin besonders ) ärgern wenn Leser Lichtjahre als Zeitangabe verwenden würden, denn leider macht es Herr Hohlbein genau so vor!
Nun aber zum Inhalt. Hier geht es wohl um unsere Erde jedoch in einer sehr fernen Zukunft, in der sich fast die gesamte Bevölkerung in einer einzigen Stadt "Der Belagerung" aufhält weil der Rest der Welt unbewohnbar geworden ist. Und auch die Belagerung kann nur existieren weil inmitten dieser großen Stadt ein riesiger Turm für frische Luft und Wasser sorgt. Dieser Turm ist so unglaublich hoch, dass man ihn von überall sehen kann und doch gelang es bisher kaum einem hinein zu gelangen, denn eine Mauer beschützt die Bewohner von R´Achernon und diesen Schutz haben sie wohl auch nötig, denn die Bewohner der Stadt wollen mehr als nur frische Luft und Wasser, sie wollen alles haben was auch die Menschen im Turm ihr Eigen nennen. Und das ist wirklich nicht wenig. Die Prinzession Arion zum Beispiel führt wirklich ein unglaublich königliches Leben. Sie hat einen großen Park mit Bäumen ( so etwas gibt es in der Belagerung schon lange nicht mehr) und sie ist sogar unsterblich was auch gewisse Vorzüge hat. Und so kommt das was kommen musste: um einen Krieg zu vermeiden muss sich die Herrscherin der Turms mit dem Herrscher der Belagerung treffen um über den Frieden zu verhandeln. Doch dann läuft etwas schief...
das wars dann auch an wichtigen Fakten. Ich habe hier nur den einen wichtigen Strang herausgearbeitet, denn die anderen verlaufen im Sande und würden kaum zum Verständnis des Romans beitragen :)

Handlung 2/5
Charaktere 3/5
Lesespaß 3/5
Sprache 2/5
Preis/Leistung 2/5
Ergibt: 2,4 von 5 Punkten

Weiter möchte ich noch hinzufügen, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde von Piper-Fantasy.de erhalten habe und der Autor hätte an dieser Runde ebenfalls teilnehmen sollen. Als ich das erste mal ins Forum geschaut habe, fand ich eine sehr eigenartige Ermahnung vor. Und zwar stand dort, man solle den Autor  auf seinen ausdrücklichen Wunsch SIEzen. Muss man soetwas extra schreiben? Ich muss gestehen, dass ich es persönlich genommen habe, denn irgendwie hinterlässt eine solche Aussage einen Nachgeschmack -  Etwas in der Art: "Die Leser sind ja solche Rüpel, am besten ich sage ihnen gleich was sich gehört!" 

Und dann war der Autor ganze ZWEI Mal anwesend und das auch nur in der Fragerunde - für alle anderen Abschnitte schien er sich gar nicht erst zu interessieren! Tut mir leid, aber ein wenig mehr Interesse an seinen Lesern würde doch kaum schaden? Vor allem wenn man das eigene Buch vermarktet!!! Und sollte es doch an Zeit mangeln, dann könnte man so etwas genau wie die Sache mit dem SIEzen von vornherein schreiben! Ich habe schon öfters mal an Leserunden mit Autorenbegleitung teilgenommen und noch nie so etwas erlebt! 

Für mich war es das erste und wohl auch das letzte Wolfgang Hohlbein Buch - sorry :) 
 Ach ja, im Buch gab es noch eine kleine Zugabe, die man vielleicht nich vergessen sollte: Und zwar befand sich darin ein Freischaltcode für das Lied "Geas Traum" von Schandmaul. Gea ist übrigens eine Figur aus dem Roman und in dem Video kommen einige Handlungen aus dem Buch vor ;) 

Wozu jedoch der Code nützlich sein soll, habe ich noch immer nicht verstanden, denn das Video steht auch zur freien Verfügung bei YouTube, warum dann auf der Schandmaul Homepage "freischalten" ? ;) 

Mein Geschmack ist es nicht, aber vielleicht mag es ja sonst jemand....