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Mittwoch, 11. April 2012

[BUCH / REZENSION] ... Die Bestimmung ...

Dystopien sprießen  gerade wie Pilze aus dem Boden. Und so scheint auch das Buch 'Die Bestimmung' von heute auf morgen alle Buchhandlungen und Blogs überwuchert zu haben. Das Cover hat mich zunächst einmal nicht überzeugen können, zu sehr hat es mich an das Originalcover von "Catching Fire", den zweiten Teil der Tribute von Panem erinnert. Und ich bin eben kein Mensch, der gerne Kopien liest, auch wenn mir das Originalbuch sehr gefallen hat. 

Ein kurzer Blick auf den Klappentext genügte dann doch um mich davon zu überzeugen, dass es doch kein vergleichbares Buch auf dem Markt gibt. Es lesen wollte ich da aber auch noch nicht. Erst als ich las, dass die Autorin Veronica Roth, das Buch im Alter von 20 Jahren geschrieben haben soll, wurde ich doch hellhörig. Ich lese gerne Bücher von Jungautoren - aber das ist eine andere Geschichte...

                        Inhalt                     

Beatrice wird in eine 'Altruan' Familie hineingeboren. Altruan ist die Fraktion der  Selbstlosen in der düsteren Zukunft des Mädchens. Denn vor Generationen sollen die Gelehrten der Menschen zu der Überzeugung gelangt sein, dass weder politische Lehren, noch religiöse Überzeugungen oder Rasse und Nationalität für Kriege in der Welt verantwortlich sind sondern der grundsätzliche Widerstand gegen das Böse (S. 45-46) Deshalb teilten sie sich in Fraktionen, die danach strebten, diesen Makel auszulöschen. 
Diejenigen, die der Aggression die Schuld gaben, gründeten 'Amite', die Fraktion der Freundschaft und Friedfertigkeit. Jene, die die Unwissenheit dafür verantwortlich machten, gründeten 'Ken', die Fraktion der Gelehrten. Diejenigen, die der Doppelzüngigkeit die Schuld gaben, gründeten 'Candor', die Fraktion der Freimütigen. Diejenigen, die den Egoismus dafür verantwortlich machten, bildeten 'Altruan', die Fraktion der Selbstlosen. Und jene, die der Feigheit die Schuld gaben, wurden 'Ferox', die Furchtlosen. 

Mit 16 Jahren dürfen die Jugendlichen zu der so genannten Bestimmung, einer Art Simulation, die einem Jugendlichen aufzeigen soll zu welcher Fraktion er tatsächlich gehört. Hinterher dürfen sie sich, in einer feierlichen Zeremonie, einer der Fraktionen anschließen. Doch bei Beatrice läuft etwas schief. Die Simulation liefert kein eindeutiges Ergebnis. Beatrice ist eine Unbestimmte und das ist gefährlich. Tori, die Leiterin der Simulation, warnt Beatrice davor, mit anderen über ihr Ergebnis zu reden. Und nun steht das 16- jährige Mädchen alleine vor der Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern kann...

        Leseprobe


                                   Kritik                                 

Das, was ich als Inhalt wiedergegeben habe, spielt sich auf gerade mal 55 Seiten ab. Wer also nicht zu viel vom Buch erfahren möchte, sollte hier vielleicht nicht weiter lesen, obwohl ich mich ja weiterhin davor hüten werde, zu viel zu verraten. Trotzdem kann man schlecht über dieses Buch schreiben ohne weiter vorzugreifen...

Dass Beatrice eine Unbestimmte ist, zeigt schon mal deutlich, dass nicht jeder Mensch einer einzigen Fraktion zugeteilt werden kann. Klingt für uns logisch und vernünftig, scheint aber in der Welt von 'Tris' ein echtes Problem zu sein. Und da sie mit niemanden über ihr Ergebnis reden kann ist Beatrice mit ihrer Entscheidung ganz alleine. Wird sie sich für die richtige Fraktion entscheiden? 

Mit großen Zweifeln wechselt sie ihre Fraktion, nur um dann zu erfahren, dass nur die Besten bei den 'Ferox' bleiben dürfen. Der Rest wird fraktionslos, was schlimmer ist als tot zu sein. Von nun an muss Tris ihr Besten geben, doch auch das ist leichter gesagt als getan. Zu gut zu sein weckt nicht nur den Neid der Mitstreiter sondern auch das Interesse der Fraktionsführer. Hier beginnt die brutale Geschichte, die sicherlich nicht für zu junges Lesepublikum gedacht ist, denn die Kämpfe und der Neid der Mitstreiter sind oft dermaßen gewalttätig, dass es nicht für zartbesaitete Seelchen gedacht ist. Später kommen noch die Machtkämpfe zwischen den Fraktionen hinzu, die Geschichte gewinnt immer mehr an Fahrt und auch an Erzählsträngen. Dadurch wird der Roman umfangreicher und interessanter - vor allem für das ältere Lesepublikum. 

Die Hauptfiguren, sind sehr plastisch gezeichnet was man leider nur selten von den Schauplätzen sagen kann. Manche Schauplätze konnte ich mir einigermaßen gut vorstellen, für andere fehlte mir jedoch völlig die Fantasie, denn die Autorin gibt manchmal überhaupt keine Ahnhaltspunkte. Auch das Ende war mir einerseits zu berechenbar, andererseits auch viel zu krass. Veronica Roth löscht Charaktere schonungslos aus - was ich normalerweise gar nicht übel finde - in diesem Fall tut es mir um die Toten jedoch leicht, denn sie hätten doch genug Potential gehabt und viel zu erzählen...Doch ich will es nicht als Kritikpunkt stehen lassen. Womöglich schafft es Veronica Roth, die Geschichte der Toten doch noch in die nächsten Bände aufzunehmen. Dazu müssen sie ja nicht unbedingt am Leben sein ;) 

Alles in allem fand ich das Buch spannend und lesenswert, doch leider kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben und zwar aus einem einzigen Grund: Das Buch hat mich nicht so sehr bewegt, dass ich unbedingt weiter lesen möchte. Die Autorin schafft es nicht, den Roman so zu beenden, dass Interesse an einem zweiten Teil geweckt wird - zumindest nicht bei mir. 

Handlung          4/5
Charaktere        4/5
Lesespaß          5/5
Sprache           5/5
Preis/Leistung    4/5

4,4 Sterne!!!

Dienstag, 28. Februar 2012

[BUCH / REZENSION] ... so zerbrechlich wie Glas ...

Ich weiß nicht aus welchem Grund, aber ich habe das Buch bis zum bitteren Ende für den Auftakt einer Trilogie gehalten und habe es daher zunächst ganz anders aufgefasst, als ich es jetzt empfinde, nachdem ich weiß, dass es sich bei diesem Roman um eine abgeschlossene Erzählung handelt. Am liebsten würde ich den Autor anbrüllen und ihn dazu zwingen es weiter zu schreiben. Es kann doch nicht sein, dass es hier endet!!!! Das geht einfach nicht!!! Aber fangen wird doch einfach mal von vorne an: 


Das Mädchen mit den gläsernen Füßen heißt Ida und sie hat wirklich Füße aus Glas. Das klingt zunächst sehr fantastisch - wird aber durch den Erzählstil leicht so hingenommen. Denn das Glas ist nicht immer da gewesen. Nach einem Besuch auf der sonderbaren Insel St. Hauda´s Land entdeckt Ida einen Splitter in ihrem Fuß und obwohl sie alles versucht um ihn heraus zu bekommen, bleibt dieser wo er war und wird nach und nach immer größer. Als Idas Füße zu Glas werden sieht sie keinen anderen Weg als zurück auf diese Insel zu kehren um nach einer Heilmethode zu suchen - doch sie findet etwas völlig anderes: die Liebe. 

Hier noch eine Leseprobe: KLICK!!! 

Mehr möchte ich von dem Inhalt nicht verraten, denn das würde den Lesegenuss dämmen. Was ich jedoch sagen möchte ist: dass es sich hierbei um kein typisches Jugendbuch handelt. Es handelt überhaupt nicht um ein Jugendbuch auch wenn die märchenhafte Insel das zunächst vermuten lässt. Ich würde fast so weit gehen und behaupten, dass alles Fantastische in diesem Roman nur eine Kulisse für die Charaktere darstellt, die allesamt unglaublich verschroben und unglücklich durch ihr Leben gehen. Vielleicht soll diese besondere Insel die Protagonisten nur umso stärker hervorheben, was auch wirklich gelingt. 



In Wahrheit ist dieser Roman viel mehr als die Suche nach einem Heilmittel. Alle Figuren in dem Roman haben eine Gemeinsamkeit - sie alle sind unglücklich verliebt und alle in ihrer Melancholie vereint. St. Hauda´s Land mit seinen Mooren, Nebeln und geheimnisvollen Wäldern verstärkt diese Melancholie nur noch und erfüllt das ganze Buch und die Herzen der Leser bis einem die Tränen in die Augen steigen. 

Es gibt eigentlich kaum einen linearen Handlungsverlauf. Ali Shaw springt ununterbrochen in die Vergangenheit und deckt immer mehr Hintergründe auf. So lernen wir Midas Eltern kennen und verstehen seinen ewigen Kampf gegen den Vater. Denn obwohl dieser nicht mehr da ist, spürt Midas ihn in seinem Inneren und möchte auf keinen Falls so werden wie dieser. Aber ist er nicht schon längt so geworden? 

Oh Mann, wie soll ich all diese facettenreichen Charaktere beschreiben ohne zu viel zu verraten? Vielleicht so: Erwartet von diesem Buch nicht zu viel Spannung, denn hier gehts eher in die Tiefe, in die Abgründe und vor allem geht es hier um das Leben und die Liebe wie sie sind: undurchschaubar, kompliziert und zerbrechlich Glas --- Eine wahre Tragödie. 


Absolut empfehlenswert für alle die gerne gefühlgeladene und authentische Romane lesen. Lasst euch gar nicht erst von den fantastischen Elementen beirren! Ali Shaw wählt einfach einen ganz neuen Weg und erschafft eine durch und durch realistische  Geschichte inmitten einer fantastischen Welt. Mir fehlen die Worte um seinen Stil zu benennen...leider... :/ 

Ich könnte jedoch auch gut nachvollziehen, dass es dem einen oder anderen nicht gefällt weil so manches ungesagt bleibt und es nicht für alles, was in dem Roman geschieht, eine Erklärung gibt. Doch auch das Leben gibt uns nicht immer Antworten auf unsere Fragen...

Und auch das Äußere lässt bei diesem Buch keine Wünsche übrig. Auf dem Cover findet man einige Elemente aus dem Roman wieder und auch wenn mir die grüne Farbe zunächst nicht wirklich gefiel, finde ich sie jetzt nach der Lektüre doch recht passend, denn sie spiegelt meiner Meinung nach die Insel wieder. Eine grüne, feuchte Insel, hinter einem Nebelschleier würde bestimmt genau diese Farbe haben. Das beste ist jedoch der silbern glänzende Buchschnitt!!! 


Handlung          5/5
Charaktere        5/5
Lesespaß          5/5
Sprache           5/5
Preis/Leistung    5/5

Volle 5 Sterne!!! 



PS: Ali Shaw hat bereits ein zweiten vielversprechendes Buch veröffentlicht :) Hier die englische Inhaltsangabe: 

"When Elsa's father is killed in a tornado, all she wants is to escape - from New York, her job, her boyfriend - to somewhere new, anonymous, set apart. For some years she has been haunted by a sight once seen from an aeroplane: a tiny, isolated settlement called Thunderstown. Thunderstown has received many a pilgrim, and young Elsa becomes its latest - drawn to this weather-ravaged backwater, this place rendered otherworldly by the superstitions of its denizens. In Thunderstown, they say, the weather can come to life and when Elsa meets Finn Munro, an outcast living in the mountains above the town, she wonders whether she has witnessed just that. For Finn has an incredible secret: he has a thunderstorm inside of him. Not everyone in town wants happiness for Elsa and Finn. As events turn against them, can they weather the tempest - can they survive at all? The Man Who Rained is a work of lyrical, mercurial magic and imagination, a modern-day fable about the elements of love."


!! Achtung !! "The Man who Rained" erscheint auch auf deutsch! Ebenfalls bei Scirpt5 - leider aber erst im Frühjahr 2013! Macht aber nichts, denn als Leseratten werden wir sicherlich so lange warten können...und wenn nicht, kann man ja das Buch auf Englisch lesen :) 

Sonntag, 22. Januar 2012

[BUCH / REZENSION] ... Insel der besonderen Kinder ...

 Bereits vor zwei Monaten habe ich das Buch beendet und zur Seite gelegt. Eine Rezension wollte ich jedoch nicht schreiben, denn ich habe es fast schon befürchtet, dass ich dem Buch Unrecht tun würde, sollte ich es gleich bewerten müssen.


Die Zeit verging und meine Gedanken zur Insel der besonderen Kinder änderten sich immer mehr und mehr zum Positiven. Doch was war der Grund meiner Enttäuschung zu Beginn?


Es ist schwer zu sagen, aber ich habe ein völlig anderes Buch erwartet. Ich habe mich von Anfang an in die Fotos verliebt und dachte sie würden tatsächlich eine realistischere Geschichte erzählen, als es dann letztendlich war...auch die Tatsache, dass der Roman wirklich für ein sehr junges Publikum (14-16 Jahre, ich würde sogar auf noch jünger tippen) ausgelegt ist hat nicht gerade zu meiner Freude beigetragen...aber nun bin ich so weit abgekühlt, dass ich ein einigermaßen ehrliches Urteil abgeben könnte...wollt ihr denn überhaupt noch weiter lesen? :)


                                    Inhalt                                


Wie viele Großväter erzählt auch Jacobs Opa dem Jungen spannende Geschichten. Doch anders als bei anderen Menschen, erzählt er keine Kriegserinnerungen oder erfundene Heldentaten sondern berichtet von einer Insel auf der besondere Kinder leben sollen. Als Beweis zeigt Abraham seinem Enkel alte Fotografien, auf denen die Kinder ihre Besonderheiten zeigen. Ein Junge, der einen Felsen stemmt, ein schwebendes Mädchen und und und. 


Lange glaubt Jacob an diese Erzählungen doch je älter er wird, desto vernünftiger erscheint ihm die Erklärung, dass alle diese Fotos manipuliert worden sind. Irgendwann will er nichts mehr von seinem Opa hören. Dieser ist zwar gekränkt aber erfüllt dem Jungen seinen Wunsch und spricht nie wieder davon....


Die Jahre vergehen und der alte Mann wird gebrechlich und scheint an Paranoia zu leiden. Daher nimmt Jacobs Vater dem Großvater die Schlüssen von seinem üppig gefüllten Waffenschrank, denn wer weiß was er damit anstellen könnte. Da bekommt Jacob eines Tages einen Anruf von seinem aufgelösten und zu Tode verängstigen Opa. Dieser will nichts mehr als die Schlüssel um eine Waffe zu holen um sich gegen die Monster der Vergangenheit zu wehren, die ihn doch noch eingeholt haben. Jacob beschließt selbst hinzufahren um seinen Opa zu beruhigen. Doch er kommt zu spät. Dieser liegt bereits im Sterben, alles um ihn herum ist voller Blut...




                                    Kritik                                


Hier beginnt also das Abenteuer. Denn plötzlich bildet sich Jacob ein, das Monster, das seinen Großvater ermordetet hatte, gesehen zu haben. Und so kommen die Erinnerungen an alte Zeiten zurück und er beschließt die Insel aufzusuchen um Antworten zu bekommen...


Was unheimlich spannend beginnt, findet für mich ein abruptes Ende. Denn recht schnell wird die Geschichte ziemlich fantastisch und durchscheinend. Echte Monster, Menschen aus der Vergangenheit, die in Zeitschleifen leben, Frauen die sich in Vögel verwandeln und ein Show-Down, das sogar Bruce Willis neidisch macht. Das Ende recht pathetisch. "Weniger ist mehr" hätte an dieser Stelle eher gepasst. Aber vielleicht stehen kleine Jungs drauf?


Ich will den Roman jetzt nicht schlecht machen sondern einfach nur deutlich die Unterschiede zwischen Anfang und Ende aufzeigen. Denn das Buch beginnt unheimlich, wirklich düsten und gruselig aber doch realistisch. Die Gefühle, die Jacob für seinen Großvater hegt sind so real, dass man in seiner Trauer aufgeht und mitfühlt. Und auch der Weg zum Waisenhaus ist noch voller Emotionen und steckt voller Potential und dann kommt der krasse Gegenteil.


Handlung, Handlung und noch mal Handlung, und das immer gefühlloser und sachlicher. Wie auf der Jagt rennt Riggs durch das Buch um scheinbar alle seine Ideen auf einmal einbringen zu wollen und vergisst dabei völlig Atempausen einzulegen. Und es ist nicht so, dass ich von Spannung schreibe. Nein, es geht um pure Handlung! Teilweise wird seitenlang eine Situation beschrieben, die zwar den Alltag der Kinder spiegelt und vielleicht sogar sehr interessant geworden wäre, wenn der Autor uns nicht so durchgehetzt hätte, sondern sich Zeit für Einzelheiten gelassen hätte. Im Nachhinein denke ich, dass er uns vielleicht mit allem vertraut machen wollte (denn es handelt sich hierbei scheinbar um eine Trilogie... Aber dafür hätte das Büchlein doch dicker sein müssen.


Ich empfand den Roman als gehetzt, zumindest ab der Mitte aber kann mir doch vorstellen, dass der zweite Teil den ersten übertreffen könnte. Denn darin kann man wohl fest von Zeitreisen ausgehen, vielleicht sogar von echten historischen Ereignissen gepaart mit Spannung und Fantasy.


Besonders schön waren natürlich die alten Fotografien, mit denen der Roman vollgespickt ist und die Geschichte ein Stück realer wirken lässt. Manchmal hatte ich jedoch das Gefühl, Riggs würde zu arg auf die Bilder eingehen und sich dadurch selbst ein wenig hemmen. 


                                   Fazit                                 


Geniale Idee, toller Anfang aber leider viel zu gehetzter und zu voll gepackten Mittelteil und das Ende mit zu vielen fantastischen Elementen. Hier hat der Autor eindeutig zu schnell und zu viel an Fahrt gewonnen und konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Weniger von allem wäre hier mehr gewesen!
Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass Jugendliche, die nicht zu sehr an Details hängen, dieses Buch lieben würden und vielleicht die Raserei, die mich gestört hat, nicht mal bemerken würden...







Handlung          4/5
Charaktere        3/5
Lesespaß          3/5
Sprache           4/5
Preis/Leistung    4/5

3,6 Sterne!!!

Donnerstag, 10. November 2011

[BUCH | HÖRBUCH] ... Ruht das Licht ...



Nach dem ein wenig kitschigen ersten Teil (hier meine Rezension) Maggie Stiefvaters Roman "Nach dem Sommer" habe ich es doch gewagt und mir den zweiten Band "Ruht das Licht" angeschaut. Aus dem Anschauen und Durchblättern wurde dann doch mehr, denn wie bereits im ersten Teil schafft es die Autorin ihre Leser mit scheinbar NICHTS an das Buch zu binden. Wie macht sie das? Denn sobald ich über den Roman schreiben möchte, liest sich meine Inhaltsangabe so trivial, dass es mir peinlich ist anderen von dem Buch zu erzählen...und doch liebst man weiter...

                                  Inhalt                                   

Endlich darf Sam ein normales Menschenleben führen. Er hat den Werwolf in sich überwunden und kann sein ganzes Leben an Grace' Seite verbringen ohne sich im Winter in einen Wolf verwandeln zu müssen. 
Ganz frei ist er jedoch nicht, denn er muss nun, wo Beck nicht mehr da ist, seinen Part übernehmen und sich um das Rudel kümmern. Keine leichte Aufgabe - vor allem der arrogante 'Narcotica' Frontman Cole macht Sam mit seinen Problemen rasend. Denn während er und andere Wölfe nur zu gerne normale Menschen wäre, möchte Cole nichts lieber als für immer und ewig ein Wolf bleiben - was ihm jedoch überhaupt nicht zu gelingen scheint. 
Und dann passiert etwas schreckliches mit Grace....kommt der Wolf in ihr doch noch zum Vorschein? 


                                    Pro                                   

Mich hat der zweite Teil mal wieder überrascht. Denn ehrlich gesagt habe ich  einen sehr seichten Plot erwartet. Die Kurzbeschreibung zum Buch ließ mich im Glauben, dass es in "Ruht das Licht" nur noch um Grace und ihre Verwandlung in einen Wolf geht, aber da ist ja Cole mit seinen Problemen und Isabelle, die den zweiten Teil von zu viel 'Sam und Grace' retten... auch schafft es Stiefvater wieder mal den Leser zu fesseln, und das im Grunde mit nichts als Worten...denn viel Handlung ist in dem Roman nicht drin. 

                                   Contra                                 

Tja, bereits zu Beginn spürt man die Liebelei die sich zwischen Cole und Isabelle zu entwickeln scheint und fast hätte ich dieser Rezension den Titel "Werwölfe im Sonderangebot" oder ähnlich genannt. Zwar entwickelt sich die Handlung nicht ganz so wie ich von Anfang an gedacht habe und bietet den einen oder anderen Überraschungseffekt, trotzdem ist das meiste darin sehr berechenbar. Der coole Cole ist nicht nur ein super Typ, sondern zeigt auch noch sein Genie, die Handlung gibt nicht wirklich viel her... und die Eltern von Grace werden meiner Ansicht nach zu karikiert dargestellt...
außerdem enthält der zweite Teil einen gravierenden Logikfehler (so ziemlich am Ende) und lässt den Roman als schlecht durchdacht wirken... 

wer den Teil bereits kennt und wissen möchte, was genau ich meine, kann den unteren Text markieren um ihn leserlich zu machen! 

Cole - das Genie -  kommt auf die Idee, dass Grace erneut gebissen werden muss, damit sie sch wieder verwandeln kann. Die Rede ist die ganze Zeit davon, dass Grace nach ihrem Biss in der Kindheit lebendig im Auto gebraten wurde und daher vom Wolfsein verschont geblieben ist. Doch es wird vergessen, dass sie bereits am Ende von "Nach dem Sommer" von der weißen Wölfin in ihrem eigenen Haus angegriffen und gebissen wird. Logischerweise müsste bereits dieser Biss sie zurück in einen Wolf verwandelt haben! Oder habe ich etwas außer Acht gelassen?! 

... und trotzdem 


                                    Fazit                                 

Man kann diese Romane sicherlich nicht als "All Age" bezeichnen (daher empfinde ich auch die Empfehlung von Amazon 'ab 16 Jahren' als recht hoch angesetzt!), denn das ist nun wirklich eine Reihe die wie auch "Bis(s)" mit wenig Inhalt aber dafür mit superscharfen Typen auf Mädchenfang geht. Brave Schülerinnen, die an die wahre Liebe glauben - was ja an sich nicht schlecht ist - und dann von ihren intoleranten und ignoranten Eltern fast schon zur Flucht getrieben werden. Freundschaften, die alle Schwierigkeiten überstehen und dadurch wachsen...

Gewiss finden sich viele pubertierende in den Protagonisten wieder und daher möchte ich diese Trilogie keinesfalls verteufeln oder schlecht machen. Man sollte nur in Betracht ziehen, dass es sich hierbei wirklich um einen Roman für junge Mädchen handelt, der schon auch ein wenig kitschig ist (und das ist keinesfalls böse gemeint ;) und so rosarot wie es Mädchen gern haben - und vor allem die, aber 13 - 14 Jahren!! 

Einen tieferen Sinn, eine Moral, wie sie manch ein anderes Buch inne hat, bietet die Reihe jedoch nicht und dient lediglich der Unterhaltung


Thematik              3/5
Plot                       3/5
Charaktere           4/5
Lesespaß             5/5
Sprache               5/5
Das ergibt   4  Sterne !!!






Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: Script5
Seiten: 400
ISBN:  978 - 3839001189

Preis: Hardcover mit Schutzumschlag 18,90 Euro
Band 3: erscheint im September 2012 unter dem Titel "In deinen Augen





                                    Hörbuch                               


Nachdem ich den ersten Teil gelesen habe, wollte ich den zweiten eher hören und so habe ich mir eben das Hörbuch angeschafft, das für kurzweilige Autofahrten sorgen sollte, und es dann auch wirklich tat. Vier verschiedene Stimmen geben den vier Protagonisten ihre Stimme. 

Max Felder - der bereits Jacob Black die deutsche Stimme leiht - spricht Sam und erschafft damit einen ziemlich sensibel wirkenden Jungen, der nun ganz und gar nichts Männliches in sich trägt. Ich finde diese Stimme passt unheimlich gut zu Sam, denn ich habe mir beim Lesen auch nur einen Milchbubi vorgestellt :) 

Annina Braunmiller, die bereits als Stimme von Bella Swan bekannt ist, leiht hier ihre Stimme Grace - und das passt nun gar nicht. Für mich ist Grace ein taffes, chrakterstarkes Mädchen und da passt diese zu arg gehauchte Stimme ganz und gar nicht. Annina Braunmiller ist zu sanft und zu weiblich - das ist doch nicht Grace?! 

Besonders angetan bin aber von Johannes Raspe (Edwards Stimme aus Twilight ;) Er macht seinen Job großartig und lässt Cole genau so arrogant rüberkommen und so cool wirken, dass ich dauernd versucht war die Heizung in meinem Auto höher zu drehen. Mag sein, dass es daran liegt, dass er 10 Jahre älter ist als die anderen Leser und daher auch mehr aus seiner Stimme rausholen kann :) 

Und auch Isabelle klingt als Hörbuchversion klasse! Gelesen von Gabrielle Pietermann (Emma Watson in Harry Potter) wirkt Isabelle wie eine perfekte Barbiepuppe, genau so wie sie auch beschrieben wird. Gabrielle macht mit der Stimme aus Isabelle nun auch noch eine echte Sexbombe! 

Allgemein ist das Hörbuch sehr gut gelungen und war für mich sogar eine echte Alternative zum Buch, denn bei "Ruht das Licht" geht es nicht um einen Inhalt bei dem man sich auf die Sprache konzentrieren muss, es gibt auch keine komplizierten Wendungen - so dass ich sicherlich auch den dritten Teil als Hörbuch hören werde!! 

Montag, 24. Oktober 2011

[MIAS MEINUNG] ... Bryony ...

Mia möchte von nun an ganz alleine Ihre Rezensionen verfassen. Das heißt, alles was Ihr unter dem Stichpunkt [Mias Meinung] findet, stammt aus Mias Hand! Na ja, ein wenig Unterstützung bekommt sie schon noch...
Nun denn, jetzt viel Spaß mit Mias allerersten Buchbesprechung



                                    Inhalt                                


In einer Eiche wohnen die letzten Feen und trauen sich nicht raus in die Welt. Sie haben Angst, dass sie die "Schweigenkrankheit" von den Menschen kriegen und daran sterben. Sie sind fest davon überzeugt, dass diese Krankheit von den Menschen kommt. Nur Bryony wagt sich raus weil sie nicht daran glaubt. Als sie den Menschenjungen Paul, der gerade auf die Eiche klettert,sieht, flüchtet Bryony trotzdem vor ihm. Und Paul denkt, er hätte sich alles nur eingebildet.
Bryony bekommt eine neue Pflegemutter und soll zur königlichen Jägerin ausgebildet werden. Das ist der zweitwichtigste Beruf in der Eiche. Zehn Jahre später kämpft Bryony gegen eine Krähe, verletzt  sich am Flügel und stürtzt ab. Sie landet direkt auf Pauls Schoß. Diesmal weiß Paul dass er sich das nicht einbildet, denn diese Fee hatte er bereits als er sechs war auf der Eiche gesehen.
Von da an versuchen die beiden herauszufinden warum fast alle Feen gestorben sind....


<<  Leseprobe >>

                                 Mias Meinung                             


Das Buch ist sehr spannend weil ich Feen sehr mag. Außerdem ist die Freundschaft zwischen Paul und Bryony ganz spannend weil sich die beiden eigentlich gar nicht treffen dürfen und es trotzdem jede Nacht machen.
 Manchmal sind zu viele englische Wörter darin und auch auf deutsch waren ein paar Sätze für mich unverständlich.
Das Ende ist ganz toll und superspannend aber man merkt gleich, dass es einen zweiten Teil geben muss weil die Geschichte kein richtiges Ende hat. Und diesem möchte ich unbedingt lesen.

Nur lesen wenn man das Buch bereits kennt!!! (dazu den Text markieren)

Ganz toll am Ende ist auch, dass Bryony in einen Menschen verwandelt wird und von nun an bei Paul leben muss. Leider erfährt man nicht was Pauls Mama dazu sagt und außerdem wissen sie noch immer nicht woran die ganzen Feen gestorben sind.



5 Sterne!!! 
 
Titel: Bryony. Rebellin unter Feen
Autor: R. J. Anderson
Verlag: Carl Hanser Verlag
Seiten: 288
Originaltitel: Faery Rebels: Spell Hunter
ISBN:
978-3446236585
Empfohlenes Alter: 10 - 12
Preis: [D]  gebunden, ohne Schutzumschlag: 14,9 €



 
 "Timothy" (Bild rechts) ist übrigens der zweite Teil der Reihe und ist bereits erschienen!!

 


Und hier noch meine Videorezension: 

Donnerstag, 22. September 2011

[KINDER / JUGENDBUCH] ... Holundermond ...


Titel:  Holundermond
Autorin: Jutta Wilke
Verlag: Coppenrath 
gebunden, ohne Schutzumschlag
Seiten: 320
Originaltitel: Holundermond
Reihe: keine
ISBN: 978-3815753057
Empfohlen für: 10 - 12 Jahre 
Preis: [D] 14,95 €


Inhalt: (von amazon übernommen) 

Wie verwunschen wirkt das alte Kloster im sanften Licht des Mondes. Doch Nele ahnt, dass hinter seinen dicken Mauern ein Geheimnis lauert, das eng mit dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters verknüpft ist. Entschlossen, das Rätsel zu lösen, stellt sie sich zusammen mit ihrem Freund Flavio den dunklen Kräften des Klosters entgegen. 

An dieser Stelle möchte ich gleich das Video von Mia reinstellen. Denn es war ihr Rezensionsexemplar und ich muss gestehen, dass ich das Buch zwar noch sehr gerne lesen möchte, aber bisher keine Zeit dafür gefunden :/ 

Ich kann nur anmerken, dass Mia doch ab und zu Probleme mit dem Roman hatte. Teilweise dachte ich, sie würde aufgeben, denn - und das sagt sie auch im Video - ab und an war das wohl nicht so spannend, manches vielleicht verwirren und kompliziert aber das Ende hat sie dann doch wieder überzeugt!! 





Dienstag, 20. September 2011

[BUCH / REZENSION] ... Schattenstunde ...

 Liebe Leser, 
das ist nun der 200. Blogspot und gerade hat der Besucherzähler, den ich irgendwann im Februar hinzugefügt habe 10.000 Klicks verzeichnet! Eigentlich wieder ein Grund zum Feiern. Und da ist es doch toll, dass ich Gewinnspielwochen veranstalte und nicht nur ein einzelnes Gewinnspiel ;)  Diese Woche gibt es übrigens Schattenstunde zu gewinnen! Wer noch mitmachen möchte - HIER LANG!!

 
 Titel: Die dunklen Mächte. Schattenstunde
Autorin: Kelley Armstrong
Verlag: PAN
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 416
Originaltitel: Darkest Powers: The Summoning
Reihe: Die dunklen Mächte (Band 2 und Band 3 bereits erschienen)
ISBN: 
978-3426283417 
Empfohlen für: 13 - 15 Jahre 
Preis: [D] 14,99 €

Inhalt: 
Von heute auf morgen ändert sich Chloe Saunders Leben. Mit ihrer ersten Periode wird sie nicht zur Frau wie sie es sich erhofft, sondern einfach nur ... verrückt?!  Plötzlich sieht sie nämlich Geister und das nicht irgendwo auf einem Friedhof oder bei einer Halloweenparty sondern in der Schule und zwar am hellgigsten Tag! 
 
Ein Hausmeister mit verbranntem Gesicht verfolgt sie und will mit ihr reden. In Panik rennt Chloe schreiend durch das Schulgebäude und wird promt von den Lehrern aufgefangen und ins Krankenhaus gebracht. Um ihre Zukunft nicht zu gefährden soll das Mädchen zwei Wochen in einem Heim für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen und mit professioneller Hilfe wieder zu sich finden. 

Doch je länger Chloe im Lyle House bleibt, desto merkwürdiger kommt ihr die Einrichtung vor. Ist sie wirklich verrückt? Oder hat sie und alle anderen Bewohner des Hauses tatsächlich eine besondere Gabe? Und will man den Jugendlichen in dem Heim wirklich helfen? 

<< Leseprobe >> 

Meine Meinung: 

Der Roman von Kelley Armstrong fängt sehr spannend an und gewinnt im Verlauf der Erzählung noch mehr an Fahrt. Ich konnte teilweise gar nicht mehr aufhören zu lesen, denn die Story entwickelte sich immer spannender weiter. Klar weiß man von Anfang an, dass Chloe keinesfalls verrückt ist und auch bei den anderen Jugendlichen im Lyle House hat man das Gefühl, dass sie allesamt besonders aber keinesfalls „geistesgestört“ sind. Gerade diese besonderen Gaben fand ich unheimlich interessant. Es ist mal etwas anderes als die typischen Vampire und Werwölfe.  Zumindest am Anfang...

Das Ende hat mir dann doch einen starken Dämpfer versetzt und mich total enttäuscht. Irgendwie scheint die Autorin nicht genug Mut aufzubringen um aus den alten Ideenmustern auszubrechen und etwas Neues zu wagen.  Leider macht Frau Armstong mit nur wenigen  Seiten die ganze Stimmung kaputt und steckt sich selbt in eine Schublade mit dem Titel „altbewährte Muster“ . 

Den folgenden Abschnitt nur lesen, wer dieses Buch bereits kennt oder es nicht mehr lesen möchte, denn der Text enthält Spoiler! Um zu lesen bitte den folgenden Abschnitt markieren. 

Der Roman erinnert zum Schluss irgendwie an den Comic „Fantastic Four“. Plötzlich sind die Jugendlichen Magier, Hexen und auch noch Werwölfe! Fehlt nur noch, dass im nächsten Teil Vampire auftauchen, dann hätte man die "typische" Fantasywelt beisammen!  Und ich wollte doch gar nichts mehr als nur ein paar Geister!! Am Ende wird noch etwas angedeutet, das ganze in die Richtung Science Fiction abzudriften beginnt...schade, aber vielleicht hatte ich einfach durch das Lesen des Klapptextes eine völlig falsche Vorstellung vom Buch. Ich denke, ich habe weniger „Science Fiction“ erwartet denn komischerweise tendiert der Plot in diese Richtung ;) 

Trotzdem würde ich gerne den zweiten Teil lesen, schon alleine weil der erste Band keinen Abschluss findet und mit einem Cliffhanger endet. Und vielleicht – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt – schafft es Kelley Armstrong doch noch das Ende des ersten Bandes in dem zweiten wieder wett zu machen.

Und vielleicht ist der zweite Teil auch besser übersetzt, denn die Übersetzung von "Schattenstunde" lässt wirklich zu wünschen übrig. Vor allem stört mich jedoch ein Wort ganz besonders: Das amerikanische "Yeah!" wurde einfach so ins Deutsche übernommen und klingt einfach nur dämlich! Sorry, für den Ausdruck.


Fazit:
Wer sich nicht von ein wenig Science Fiction gepaart mit den altbewährten Fantsymotiven einschüchtern lässt  und gerne mal aus dem Vampirdschungel ausbrechen möchte um sich in eine wenig andere Jugendbuchwelt zu versetzen, der wird diesen Roman garantiert mögen.  Es geht mehr um Freundschaften unter Jugendlichen mit besonderen Gaben und kein bisschen um schnulzige Lovestories. Ich denke einige Leser werden diese Mischung schätzen  


Thematik          4/5
Handlung         4/5
Charaktere       3/5
Lesespaß         4/5
Sprache           3/5
Ergibt  3,6 Sterne

Donnerstag, 15. September 2011

[REZENSION] ... Aller Anfang ist Hölle ...

Liebe Leser,

heute gibt es nach langer Zeit wieder einmal eine Gastrezension und zwar von Hybrid Library. Und deswegen gibt es keine langen Vorreden von mir sondern gleich die Rezension! An dieser Stelle noch mal vielen herzlichen Dank an Hybrid Library!!!


Titel: Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist Hölle
Verlag: Fischer
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 544
Originaltitel: The Demon Trappers 1: Forsaken
Reihe: Die Dämonenfängerin / The Demon Trappers
ISBN: 978-3-8414-2110-4
Preis: [D] 16,95 €


Inhalt:
Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.

[Quelle: fischerverlage.de]

>>Leseprobe<<


2018. Atlanta, Georgia. Riley Blackthorne ist Dämonenfänger-Lehrling. Ihr Vater, Paul Blackthorne, ist bereits einer der bekanntesten und furchtlosesten Dämonenfänger.
Bei ihrem ersten Auftrag passiert Riley aber etwas Seltsames, ein Fehler? Sie soll einen kleinen Dämon, Level 1 (alle Dämonen werden in Level unterteilt von 1-5, währen 5 die stärksten Dämonen darstellen), einfangen. In der Bibliothek macht sich Riley ans Werk, hat es auch fast geschafft, doch plötzlich zieht ein Sturm auf und der Dämon entwischt ihr fast.
In der Männerdomäne der Dämonenfänger ein übler Faux pas und nun muss sich Riley vor dem Rat verantworten. Zum Glück gibt es ihren Dad und ein paar andere, einsichtige Dämonenfänger. Doch Riley soll es noch viel schlimmer treffen... Denn ihr Vater kommt bei einem Einsatz um und Riley ist von nun an auf sich allein gestellt.

Der erste Band der Dämonenfängerin

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, aber ich hätte mir nie, nie, niemals denken lassen, dass mich dieses Buch so überrascht! Durchweg positiv.

Es fängt eigentlich schon bei der "Verpackung" an: Schutzumschlag mit geprägtem Titel und ein tolles, leuchtendes Blau. Darunter dieser gummiartige Einband, den einige vielleicht noch von "Die Auswahl" kennen. Das Symbol (die Tribal-Flügel) sind glänzend, ebenso wie die Kugel des Mädchens. Das Vorsatzpapier ist auch wieder in diesem wundertollen Leucht-Blau. Nur das Lesebändchen fehlt mir zur absolut perfekten Ausstattung, aber das sei verziehen. Jede Seite mit einem Kapitelanfang ziert auch noch mal das halbe Tribal-Flügel-Symbol.



Olivers Schreibstil ist herrlich leicht und frisch. An den richtigen Stellen ironisch-witzig, traurig, kribbelnd. Und das Beste: Er zieht sofort in Rileys Geschichte. Denn aus ihrer Sicht, in der dritten Person, wird hauptsächlich die Geschichte erzählt. Es gibt aber auch noch Ausschnitte aus Becks, dem Lehrling von Rileys Vater, Sicht.
 

Die Charaktere sind mir allesamt ans Herz gewachsen. Riley ist kein typischer Teenager, obwohl sie erst 17 ist. Klar, sie hat in der ein oder anderen Szene mal ihre Launen, aber die seien ihr so schnell verziehen, wie man sie gelesen hat. Sie ist eine toughe Person, die aber auch sehr sensibel ist. Auch Beck ist einer dieser Kerle mit der harten Schale und dem weichen Kern, was man ihm aber sofort anmerkt und perfekt zu ihm passt. 

Überhaupt hat mich die gesamte Athmosphäre und das Setting in Die Dämonenfängerin absolut verzaubert. Denn die Geschichte spielt in einer heruntergekommenen, etwas düsteren Zukunft voller Dämonen, die (mal was anderes) nicht umgebracht werden von den Protagonisten, sondern gefangen! Und manche Dämonen sind einfach zu niedlich, um sie zu fangen. Oder nicht? Jedenfalls merkt man, dass mehr hinter den "Bösen" steckt als "einfache" Dämonen und Bösewichter. Das wird zwar in diesem Band (noch) nicht aufgeklärt, aber man kann es erahnen, denke ich.


Die ein oder andere kleine Wendung war vielleicht ein bisschen vorhersehbar, aber alles in allem überrascht die Story mehr. Langweilig wird es auf keiner Seite, in keinem Satz oder Wort! Dadurch ist es natürlich äußerst schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Kurz: 

Eine Nahe-Zukunfts-Vision mit düsterem Ambiente, schlagfertiger, tougher Heldin und ausgeklügelten Dämonen als Gegenspielern. Sicher eines DER Highlights im Herbst und passend für jede Wetterlage.



Hybrid Library vergibt dem Roman "Die Dämonenfängerin" 5 Sterne