Mittwoch, 29. Juni 2011

[KINDERBUCH] ... Rick - ein Buch nur für Jungs? ...


Rick 1 - Wie man seine durchgeknallte Familie überlebt
 
Autor: Antje Szillat
Verlag: Coppenrath
Seiten: 168
ISBN: 978-3815752982
Wird empfohlen ab: 10 - 13 Jahren
Preis: 9,95 Euro
Band 2 erscheint im Juli 2011

Erst vor einiger Monaten, als ich auf der Suche nach einem Buch für einen Jungen war, ist mir aufgefallen, dass es nur sehr wenige richtig tolle Bücher mit Jungs in der Hauptrolle gibt und dann hat Mia "Rick 1" vom Coppenrath Verlag zum Lesen bekommen und ich wurde eines besseren belehrt!

Es gibt sie also doch, diese Bücher! Natürlich nicht nur für Jungs, denn Mia hat es mit Vergnügen gelesen und dabei ununterbrochen gelacht...

Es geht darin um einen 11 jährigen Jungen, dessen Mama tot ist und er mit seinem Vater und dessen Freund in einer reinen Männer WG wohnt, denn sogar die Hauskatze ist ein Kater. Nun denn, so weit so gut, doch da passiert etwas schreckliches: Ricks bester Freund zieht weg und weil das noch nicht hart genug ist, verliebt sich Ricks Vater auch noch in Ricks Lehrerin Frau Nilsson. Das wäre vielleicht noch verkraftbar, wenn die Kunstlehrerin nicht einen Strebersohn Finn hätte, denn Rick und Finn sind wie Tag und Nacht. Während Rick der "coole" Eishockeystürmer ist, gehört der violinespielende Finn eher zu den Loosern...

Nun, das Buch ist lockerleicht und unheimlich witzig geschrieben und eignet sich aufgrund der Thematik auch für jüngere Leser ab 9 /10 Jahren. Natürlich ist es kein reines "Jungenbuch" denn die Geschichte ist auch für Mädchen nicht uninteressant - der Haken ist nur, dass Kinder am allerliebsten Bücher lesen mit dessen Charakteren sie sich identifizieren können.

Für Erwachsene Leser mag die Geschichte ein wenig vorhersehbar erscheinen. Man meint bereits aus der Beschreibung zu wissen was passiert und wie der Roman enden wird, doch obwohl der grobe Plot tatsächlich offensichtlich ist sollte das einen nicht von der Lektüre abhalten, denn der witzige Erzählstil bringt nicht nur jeden zum Lachen, nein, die einzigartigen Szenen, die originell entworfenen Figuren sorgen dafür, dass es niemals langweilig wird.

Mein einziger Kritikpunkt - wobei man diesen auch gar nicht als Kritik bezeichnen kann - ist der, dass es noch immer zu wenige Autoren gibt die sich trauen über Scheidungskinder zu schreiben. Warum muss Ricks Mutter tot sein? Jede zweite Ehe wird inzwischen geschieden, es gibt so viele Scheidungskinder und statt ihnen in Büchern aufzuzeigen, dass so etwas passieren kann und das man damit leben kann, wird das Thema in Kinderbüchern tabuisiert und meist entweder "Heile Welt" geboten oder aber tragische Schicksalsschläge... nur mal so am Rande ;)

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