Montag, 30. Mai 2011

[BUCH / REZENSION] ... Marina ...


Der Autor selbst schreibt, dass "Marina" sein liebstes Buch sei und ich möchte mich gleich zu Beginn der Rezension, ihm anschließen.
Zwar habe ich noch nicht den hochgelobten Roman "Der Schatten des Windes" gelesen aber dafür "Das Spiel des Engels" und "Marina" hat mich doch weit aus mehr berührt.
Gleichzeitig schreibt Carlos Ruiz Zafón im Vorwort von "Marina" dass ihm die Vermarktung des Buches große Sorgen bereitet hatte, denn zu Beginn sollte der Roman als etwas verkauft werden was er nicht war aber auch ich habe gleich zu Beginn festgestellt, dass es sich bei dieser Geschichte um eine handelt, die sich schwer in eine Schublade stecke lässt, geschweige denn leicht zu vermarkten wäre.
Zunächst habe ich auf ein Jugendbuch getippt, denn die beiden Protagonisten Marina und Óscar sind noch recht jung und erleben erst einmal Abenteuer, die für Jugendliche sehr wohl taugen. Doch dann wendet sich das ganze und man bekommt eine richtige Horror Story geboten die sich zweitweise so sehr steigert, dass auch einem Erwachsenen die Haare zu Berge stehen und auch das Ende ist nicht unbedingt jugendfrei.
Aber nun zum Inhalt: Òscar lebt in einem Internat und mag es ab und zu den Mauern der Schule zu entfliehen. Eines Tages gerät er bei einem solchen Spaziergang in ein Haus, das er zunächst für unbewohnt hält. Er stöbert ein wenig und findet eine alte Uhr, doch plötzlich kommt jemand und Òscar läuft in Panik davon - die Uhr noch immer in den Händen haltend.
Da er jedoch ein guter Junge ist, geht er einige Tage später zurück um die Uhr dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben und lernt so Marina kennen. Sie und Ihr Vater (der Besitzer der Uhr) nehmen Òscar herzlich auf und eine Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden Kinder so dass sie schon recht bald gemeinsam auf Abeneuersuche gehen.
Und das Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten. Auf einem Friedhof beobachten Sie eine verhüllte Frau an einem Grab, das keinen Namen trägt sondern nur mit einem seltsamen Schmetterling. Das weckt die Abenteuerlust der beiden und sie folgen der Frau bis zu einer Gasse, in der sie scheinbar spurlos verschwindet. Auf einem Gebäude entdecken Marina und Òscar denselben Schmetterling und treten ein und damit werden sie in eine Geschichte hineingezogen, von der sie nicht einmal zu träumen wagten. Schon bald geht es nicht mehr um Nervenkitzel sondern um Leben und Tod.
Fazit: 
Ein unglaublich spannendes und magisches Buch, voller Fantasie und dunkler Kreaturen, die es wohl nur in Carlos Ruiz Zafóns Barcelona geben kann. Aber auch unerwartete Wenden und dramatische Pointen machen dieses Buch zu einer echten Achterbahnfahrt durch Barcelona!
Handlung         5/5
Charaktere       5/5
Lesespaß         5/5
Sprache           5/5
Preis/Leistung  5/5
Ergibt glatte 5 Sterne !!! 
  Übrigens:
Das  Cover der Original Ausgabe finde ich bei genaueren Hinsehen fast passender als die deutsche Version.  Zu dieser erkenntnis kommt man jedoch erst dann wenn man das Buch bereits gelesen hat. Denn das Gebäude auf dem deutschen Cover sieht nicht wirklich städtisch aus, im Gegenteil zum Original - die Originalversion zeigt nämlich ein Haus, das mich stark an das Theater erinnert von dem im Buch immer wieder die Rede ist. Die Stimmung jedoch wurde von beiden Bildern gut eingefangen und festgehalten! Daumen hoch für beide Cover!!! 



Und noch etwas: 
 Wer einen iPhone oder iPad besitzt kann sich jetzt im App-Store »Das Barcelona des Carlos Ruiz Zafón« * runterladen
Die App beinhaltet zwölf Touren durch Barcelona, die zu den Schauplätzen von "Marina", "Das Spiel des Engels" und Carlos Ruiz Zafóns persönlichen Lieblingsorten führen, angereichert mit Fotos, Ortsbeschreibungen, Lese- und Hörproben, Musik (von Zafón komponiert) und genauen Karten, auf denen man zu den Orten hingeführt wird.
* in Kooperation von S. Fischer und der Online-Agentur Opus 5 erstellt

1 Kommentare:

Das Buch ist auf meiner Wunschliste vermerkt! Ich hoffe ich kommen noch mal dazu...

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