Donnerstag, 14. Oktober 2010

[BUCH] ...Buch sucht Peter....


Einer der besten Ärzte der Welt hat leider keine eigene Praxis. Aber wer will kann ihn trotzdem konsultieren - und zwar auf den Bühnen Deutschlands. Ich habe ihn zum ersten mal bei Harald Schmidt gesehen und für den witzigsten Komiker Deutschlands erklärt, denn seine Witze sind niemals platt auch wenn sie die mal Plattfüße betreffen!

Nun hat er also auch noch ein Buch geschrieben. Lange bin ich drum rum gegangen ohne es zu kaufen ( ich mag Komiker lieber reden hören ;) aber dann lag dieses Buch einfach so in einem Hotelzimmer neben meinem Bett und zwar mit einer Widmund darin...nein, nicht für mich sondern für Peter *Peeeep* zu seinem 70. Geburstag! Der Preis schön mit Weihnachtsstickern abgeklebt. ( Was für ein knauseriges Geschenk von der Ingrid das doch ist! Da feiert einer seinen 70. und man schenkt ihm ein Buch für 7,95 Euro! Liebe Ingrid, nun verrate ich es dir doch: Das Buch sah sehr neuwertig und ungelesen aus! Entweder hat Peter bereits Probleme mit den Augen oder er war anderweitig abgelenkt ( das Reiseziel lässt es stark vermuten, wird hier aber nicht verraten ;) nun, aber genug dazu...

Aus Langeweile habe ich mich also an Peters Buch gemacht, schließlich ist es fies wenn es ungelesen vergammelt! Und was soll ich sagen?! Zu Beginn fand ich die Witze doch tatsächlich platt und irgendwie habe ich die Stimme von Hirschhausen nicht so nachmachen können...aber je weiter ich las, desto besser wurde es :) denn, es geht nicht nur um die Lacher, die Hirschhauser produziert...man merkt gleich, dass der Mann an jedem Wort so lange feilt, bis es zu einem "literarischen" Lacher wird.

Wer also schon immer wissen wollte warum in der Sauna überwiegend wüste Männer schwitzen, wieso die Raucher gut für die Rentenkassen sind, warum keiner die Frauen schnarchen hört und aus welchen Gründen man in einem Wasserbett täglich wie "frisch gebadet" aufwacht, der könnte sich das Buch kaufen oder mir einen Kommentar hinterlassen und ich schicke das Buch an ihn / sie weiter...Vielleicht kommt es auf diese Weise wieder zu Peter zurück :) Er wird staunen!

3 Kommentare:

Hallo!

Ich habe das Gefühl, ich kenne eine Menge Peters (wenn das der Plural ist...). Aber eigentlich auch nur durch meine Eltern - schließlich ist Peter etwas aus der Mode, obwohl die namengebende Fraktion (auch Eltern genannt) wieder auf dem Trip der bewährten Namen sind. Na ja - einige, nicht alle.

Auf jeden Fall gibt es diesen einen Peter, der zwar noch nicht siebzig ist, aber eine Frau namens Ines hat. Ines - Ingrid?! Das kann doch eigentlich kein Zufall sein. Vielleicht eher Schicksal? Ob die beiden es sich im Hotel gemütlich machen wollten und Ines auf den Scherz eingegangen ist, Peter fühle sich wie siebzig anstatt wie vierzig? Und dann hat sie mit Ingrid unterschrieben, damit er es nicht ganz so ernst nimmt und das Buch liegen lassen kann?

Der Banause! - Das hat er nämlich getan. Ich denke, ich nehme mal die Aufgabe an mich und übersende Peter seinen verschmähten Hirschhausen. Oder?! ;-)

Liebe Grüße!

so, dann geht das Buch heute an Dich :) hoffe Du findest den Peter ;)

Und hier meine Meinung zu der Chose (vorläufig ohne Peters Kommentar):

Inhalt:

Warum hängt man ständig in der Warteschleife von Call Centern? Was löst eine Morgenlatte wirklich aus? Warum hindern wir unsere Männer an der Tiefschlafphase? Und warum gehen Männer für zehn Euro lieber in die Sauna, anstatt sich den Playboy zu kaufen? Diese Fragen erforscht Eckart von Hirschhausen…

Schreib-/Erzählstil:

Humor. Subtil. Sehr subtil an manchen Stellen, aber ebendies macht das Buch so genial. Man wird nicht nur gefordert, sondern auch aufgefordert. Aufgefordert, mitzudenken. Und das ist von Hirschhausen gelungen. Auch die Wahl und Aneinanderreihung der unterschiedlichen Themen lassen alles nicht langweilig erscheinen.

Meine Meinung:

Von Hirschhausen hat einen schönen Seitensprung geschaffen: Eine Affäre in intelligente Sphären anstatt platter Aneinanderreihung von Beziehungsklamauk. Natürlich lässt auch er Klischees nicht aus, bringt sie aber groß raus. Mit Anekdoten und einer Feststellung, die uns dazu bewegt, für einen Moment inne zu halten und zu denken: Hey – ich glaube, ich wecke meine Partner nicht, wenn er schnarcht. Was ich im Übrigen nie getan habe und auch nie tun werde. Unnütz in der Tat und schlecht für den Morgen: Mit streiten möchte ich selbst den Tag nicht beginnen.

Fazit:

Eine von vielen seiner Aussagen lautet: Es ist einfach, glücklich zu sein. Aber nicht, einfach zu sein. Recht hat er. Dennoch war es eine einfache, intelligente Lektüre, die zum Nachdenken einlädt.

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